Deshalb spüren wir Krisen an der Zapfsäule
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Blick erklärt:Deshalb spüren wir Krisen an der Zapfsäule

Rekord aus 2022 gebrochen
Diesel ist schweizweit so teuer wie noch nie!

Der durchschnittliche Dieselpreis in der Schweiz erreicht mit 2.41 Franken pro Liter einen historischen Höchststand. Das bestätigt der Touring Club Schweiz (TCS) am Freitagmorgen. Damit ist der ehemalige Rekord aus dem Jahr 2022 übertroffen.
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Die Preise an der Tankstelle explodieren: Diesel kostet nun 2.41 Franken pro Liter, Benzin liegt weiter bei 2.10 Franken.
Foto: IMAGO

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Dieselpreis erreicht in der Schweiz Rekordhoch von 2.41 Franken pro Liter
  • Technische Störungen und niedriger Rheinpegel treiben Transportkosten massiv in die Höhe
  • Transportkosten von Rotterdam nach Basel aktuell über 220 Franken pro Tonne
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Über gewisse gebrochene Rekorde freut man sich, über diesen bestimmt nicht: Der durchschnittliche Preis für Diesel ist in der Schweiz so hoch wie noch nie. Aktuell kostet der Liter an der Zapfsäule 2.41 Franken, wie der TCS am Freitagmorgen mitteilt. Innerhalb einer Woche ist der Preis damit um elf Rappen angestiegen. Zuletzt lag das Allzeithoch im Jahr 2022 bei 2.40 Franken pro Liter. Damals liess der Ukraine-Krieg die Spritpreise stark ansteigen.

Auch der Preis für Bleifrei 95 klettert weiter – und liegt mittlerweile bei 2.10 Franken pro Liter. Das entspricht einer Zunahme von fünf Rappen innerhalb einer Woche. Hier ist das historische Hoch aber noch einiges entfernt. Zu Beginn des Kriegs in der Ukraine kostete der Liter an Schweizer Säulen im Schnitt 2.31 Franken.

Kriege treiben Spritpreise nach oben

Gemäss TCS ist das Allzeithoch mehreren Entwicklungen zuzuschreiben. «Der Krieg im Iran und die Beeinträchtigungen der Erdölströme im Nahen Osten üben starken Druck auf die Märkte für Rohöl aus», heisst es in der Mitteilung. Dazu wirken weiterhin die Folgen des Ukraine-Kriegs: Die Exporte von Diesel und Benzin aus Russland sind teilweise ganz zum Erliegen gekommen. «Das Dieselangebot auf den internationalen Märkten ist deshalb besonders angespannt.»

Die Schweiz kämpft zudem mit logistischen Schwierigkeiten. Die Raffinerie in Cressier NE, die normalerweise rund 30 Prozent des Schweizer Bedarfs an Erdölprodukten deckt, musste während einiger Tage den Betrieb einstellen. Dies aufgrund eines technischen Fehlers. Der Bund hat deshalb Anfang September den Bezug von jeweils bis zu 30'000 Kubikmetern Benzin und Diesel aus den Pflichtlagern erlaubt.

Verschärfend kommt hinzu, dass Schiffe auf dem Rhein aufgrund des niedrigen Wasserstands weniger beladen können. «Die Transportkosten zwischen Rotterdam und Basel liegen deshalb bei über 220 Franken pro Tonne, gegenüber 22 bis 28 Franken unter normalen Bedingungen», schreibt der TCS. Nach Berechnungen des Touring Clubs macht das allein aktuell 15 Rappen pro Liter beim Preis an der Zapfsäule aus. Trotzdem gilt: Die Versorgung in der Schweiz ist weiterhin gesichert.

Im Ausland reagiert die Politik

An einigen Tankstellen nehmen die Literpreise verrückte Spähren an. An der Shell-Tankstelle an der Zürcherstrasse in Winterthur ZH müssen Diesel-Fahrer 2.52 Franken pro Liter berappen. In Altdorf UR fliesst der Liter für 2.47 Franken durch die Schläuche.

Auch im Ausland springt der Sprit von Rekord zu Rekord. Unsere Nachbarländer ergreifen dabei verschiedene Massnahmen. Und die Schweiz? Noch Anfang September sah der Bundesrat «keinen Bedarf für Massnahmen». Damals waren die Preise allerdings noch etwas tiefer. Bislang gibt es aber keine Anzeichen, dass sich etwas daran geändert hat.

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