Skurrile Lösung im Thurgau – Blick-Leser war «schon etwas erstaunt»
Auch bei Coop machen Kühltruhen wegen der Hitze schlapp

Rekordhitze am Wochenende: Bis zu 39 Grad brachten nicht nur Menschen ins Schwitzen. In einem Coop in Weinfelden TG halfen Kartons, um überhitzte Kühltruhen zu entlasten. Blick-Leser H. M. hat die skurrile Szenerie vor Ort erlebt.
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Wie bei Migros so bei Coop: Die Kühlgeräte waren zum Höhepunkt der Hitzewelle am vergangenen Wochenende überfordert. Da griff Coop zu einer seltsamen Lösung.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am Wochenende erreichten Basel und Beznau AG 39 Grad Hitze
  • Defekte Kühlgeräte bei Migros und Coop sorgten für skurrile Lösungen
  • Coop Weinfelden TG: Kartonabdeckungen, Baden AG: Kühlwaren hinter Rollladen
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Am Wochenende hatte die Hitze die Schweiz voll im Griff. Das Thermometer kletterte auf bis zu 39 Grad. Nicht nur Menschen waren da überhitzt: In einigen Migros-Filialen haben die Kühlgestelle schlappgemacht, die Kunden standen vor leeren Regalen. Jetzt zeigt sich: Konkurrent Coop hatte ähnliche Probleme. In einem Thurgauer Laden fanden die Angestellten eine praktikable, aber auch etwas bizarre Lösung. 

So staunte Blick-Leser H. M.* am Samstagvormittag in der Coop-Filiale in Weinfelden TG nicht schlecht: Das Personal hatte grosse Kartons auf die offenen Kühltruhen gelegt. Die Fertigpizzas und die verpackten Weggli-Sandwiches darunter durfte man sich noch nehmen, musste dafür aber den Karton hochheben. Und diesen dann wieder sorgfältig platzieren, wie Coop auf einem Schild hinwies: «Aufgrund möglicher Überlastung der Kälteanlagen bitten wir um Verständnis, dass wir die Truhen abgedeckt halten. Gern dürfen Sie sich weiterhin bedienen, und wir bitten Sie, die Abdeckungen wieder zu schliessen», heisst es darauf. «Zuerst war ich schon etwas erstaunt», sagt Leser M. gegenüber Blick. Die Karton-Lösung habe aber ziemlich gut funktioniert.

Schwarze Vorhänge vor den Kühlregalen

Etwas hektischer ging es in der Coop-Filiale in Baden AG zu. Dort waren die Kühltruhen ähnlich überlastet, wie Blick-Leserin C. S.* festgestellt hat. Am Samstag um 19 Uhr war sie vor Ort. Die Angestellten seien gestresst gewesen, teilt sie mit. Dann schritten die Mitarbeitenden zur Tat und fuhren die schwarzen Rollläden der Kühlregale herunter. 

Als S. beim Personal nachfragte, teilte man ihr mit: Die Geräte seien mit der Hitze überfordert und könnten nicht mehr ausreichend kühlen. «Einzelne Kundinnen und Kunden haben trotzdem versucht, unter die Abdeckung zu greifen, um an die Kühlware zu kommen», sagt die Leserin zu Blick. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten in solchen Fällen eingegriffen.

Wie gross war das Hitze-Problem in den Coop-Supermärkten? Laut einer Sprecherin kam es nur zu vereinzelten Vorfällen. Es sei kein weit verbreitetes Phänomen gewesen, sagt sie auf Anfrage von Blick. Und: «Der Grossteil unserer Kühlanlagen funktioniert derzeit einwandfrei.» Eine von oben verordnete Direktive, wie mit überhitzten Kühltruhen und –regalen umzugehen ist, gibt es bei Coop nicht: «Je nach Standort wurde die Situation individuell gelöst.»

* Namen der Redaktion bekannt

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