Darum gehts
- 75 Skigebiete offen, Ostern lockt Wintersportler auf Schweizer Pisten
- Lawinengefahr erheblich, Neuschnee erfordert Vorsicht abseits der Pisten
- Graubünden: 22 Destinationen aktiv, Wallis: 25 für Osterwochenende
Der Winter hält sich hartnäckig. Bis tief ins Flachland runter liegt wieder Schnee – eine ideale Ausgangslage für die letzten Skitage in den Bergen. Die Bedingungen sind praktisch in der ganzen Schweiz für April ideal. Entsprechend zieht es viele über Ostern nochmals auf die Pisten. Doch aufgepasst: Längst nicht jedes Skigebiet ist noch geöffnet. So hat die Bergbahn am Piz Mundaun in Obersaxen GR den Betrieb schon eingestellt. Die Anlagen stehen trotz weisser Winterpracht still – zum grossen Ärger von Saisonkarteninhaberin Marlis B. (48). Blick zeigt dir, wo du noch Skifahren kannst. Und wo nicht.
Welche Skigebiete noch geöffnet sind
Trotz des hartnäckigen Winters: Derzeit ist mit 75 Destinationen nur noch jedes vierte Skigebiet in der Schweiz in Betrieb, wie das Portal Bergfex ausweist. Das Positive: Gerade die grossen Gebiete mit vielen Pistenkilometern sind auch über Ostern noch offen.
Ganze 22 Skigebiete haben in Graubünden noch geöffnet. Die prominentesten sind etwa Arosa-Lenzerheide, Corvatsch und Diavolezza im Engadin, Davos-Klosters, Davos-Jakobshorn, die Corviglia in St. Moritz, die Silvretta Arena in Samnaun und die Weisse Arena in Laax, Flims und Falvera.
Das Osterwochenende nehmen im Wallis sogar 25 Destinationen mit – darunter die grossen Gebiete 4 Vallées, die Aletsch-Arena, Crans-Montana, Saas-Fee und Zermatt. Das Gebiet Glacier 3000, das grösstenteils in der Waadt liegt, ist ebenfalls offen.
Im Berner Oberland können sich Skifahrerinnen und Snowboarder beispielsweise in Adelboden-Lenk, Grindelwald-Wengen, Gstaad und Meiringen-Hasliberg austoben.
Die Innerschweizer Destinationen Andermatt UR, Engelberg OW und Hoch-Ybrig SZ sind ebenfalls über die Festtage in Betrieb. Für Ostschweizer locken in der Region der Chäserrugg im Toggenburg sowie die Walensee-Skigebiete Flumserberg und Pizol.
Aber Achtung: Viele Destinationen haben gewisse Pisten und Anlagen bereits geschlossen. Es lohnt sich also, die Website des Skigebiets vorher zu konsultieren.
Welche bekannten Gebiete bereits geschlossen sind
Während die grossen Skigebiete über Ostern noch auf einen letzten grossen Ansturm hoffen, haben viele kleinere Gebiete die Saison bereits beendet – besonders jene in tieferen Lagen. Zu den bekannteren Destinationen, die bereits geschlossen sind, gehören Brigels GR, Elm GL, die Mythenregion SZ, Sörenberg LU und Wildhaus SG.
Die Skigebiete legen die Dauer ihrer Saison bereits vor dem Winter fest – basierend auf langjährigen Erfahrungen. Nur so ist eine Planung beim Personal möglich. Für die Skisaison brauchen die Bergbahnen und Restaurant-Betreiber nämlich deutlich mehr Angestellte als in den restlichen Monaten im Jahr. Und oft engagieren sie dafür Mitarbeitende aus dem Ausland. Endet ihr temporärer Arbeitsvertrag, gehen sie wieder nach Hause. Der grosse Nachteil: Die Winterdestinationen sind weniger flexibel, können nicht spontan auf nicht eingeplante Schneemassen im Frühling reagieren. Und: Der Neuschnee in den letzten Tagen bringt ein weiteres Problem mit sich. Im gesamten Alpenraum der Schweiz herrscht derzeit erhebliche Lawinengefahr. Wer sich also nochmals auf die Skis wagt, sollte nicht abseits der Pisten unterwegs sein.