Schlechte Noten für grosse Player
Mit diesen Banken sind Schweizer am unzufriedensten

Eine neue Studie des Vergleichsdiensts Moneyland zeigt: Schweizer Banken bekommen in Sachen Zinsen und Gebühren schlechte Noten. Grosse Player wie UBS und Postfinance kommen schlecht weg, während Smartphone-Banken wie Zak und Yuh mit hohen Bewertungen glänzen.
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Schweizerinnen und Schweizer nerven sich über hohe Gebühren und tiefe Zinsen.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studie zeigt: Schweizer geben Banken 7,9 von 10 Punkten Zufriedenheit
  • Tiefste Zinsbewertung: Postfinance (5,4 Punkte), höchste Gebührenkritik bei UBS
  • Beste Bank: Basellandschaftliche Kantonalbank (8,9 Punkte), Baloise Bank nur 7,0
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Schweizer und ihre Bank, das ist meist eine langjährige Beziehung. Einfach so wechselt man seine Bank nicht – auch wenn man längst nicht mit allem zufrieden ist, was einem die Hausbank und der Berater seines Vertrauens bieten. Eine neue Studie des Vergleichsdienstes Moneyland zeigt nun, wo Schweizerinnen und Schweizer bei ihren Banken der Schuh drückt.

Eines vorneweg: Herr und Frau Schweizer sind mit ihrer Bank grundsätzlich zufrieden. Die Gesamtzufriedenheit liegt bei 7,9 von 10 Punkten. Über alles gesehen geben sie ihrem Finanzinstitut damit die Note «gut». Doch längst nicht alles passt.

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Am kritischsten äussern sich die 1500 Befragten zu den Zinsen, die sie bei ihrer Hausbank bekommen. Im Durchschnitt erhalten die Banken nur 6,0 Punkte. Am unzufriedensten sind Kundinnen und Kunden von Postfinance mit deren Zinsen. Sie geben der Posttochter 5,4 Punkte. Die UBS schneidet mit 5,5 Punkten ebenfalls unterdurchschnittlich ab. Die Bank Baloise kommt nur auf 5,6 Punkte. Den Experten erstaunt dies wenig. «Auf den meisten Sparkonten bewegen sich die Zinssätze nur minimal über der Nulllinie, und Privatkonten werden nur sehr selten verzinst», sagt Dan Urner von Moneyland.

Zu hohe Gebühren nerven

Auch mit den Gebühren und Kosten sind Schweizer Bankkunden unzufrieden. Am lautesten meckern UBS-Kunden über ihre Gebühren. Sie geben ihrer Bank 6,0 Punkte. Auch die Thurgauer Kantonalbank und die Baloise Bank schneiden mit 6,1 Punkten schlecht ab. Die Postfinance kommt auf bescheidene 6,3 Punkte.

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Auffallend: Vor allem bei den Gebühren und Kosten heben sich die Bewertungen der Smartphone-Banken vom Rest ab. Zak (8,6 Punkte), Yuh (8,5 Punkte) und Neon (8,4 Punkte) sind neben der Bank WIR (8,2 Punkte) die einzigen Anbieter, denen die Befragten die Note «sehr gut» verteilen.

Und ebenfalls bemerkenswert: Ausgerechnet beim Online-Banking, wo es gefühlt immer wieder zu Problemen kommt, und bei der Sicherheit punkten Schweizer Banken meisten. Die beiden Aspekte werden mit 8,3 Punkten bewertet. Auch die Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Smartphone-App kommen mit je 8,1 Punkten gut weg.

Baloise Bank schifft ab

Über alles gesehen schneidet die Basellandschaftliche Kantonalbank am besten ab: Die allgemeine Zufriedenheit wird im Durchschnitt mit 8,9 Punkten bewertet («sehr gut»). Ansonsten überzeugen vor allem die Smartphone-Banken: Yuh und Zak teilen sich mit einer allgemeinen Zufriedenheit von durchschnittlich 8,4 Punkten den zweiten Platz, gefolgt von Neon mit 8,3 Punkten. Auch dies entspricht jeweils der Note «sehr gut».

Am anderen Ende der Tabelle befinden sich die UBS und die Swissquote mit je 7,6 Punkten. Valiant und Cembra bekommen beide 7,5 Punkte. Am unzufriedensten sind Kundinnen und Kunden der Baloise Bank, sie bekommt nur 7,0 Punkte.

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