«Das ist eine Anzahlung für ein Eigenheim»
Der 100'000-Franken-Fehler bei der Vorsorge

Ein Vergleich von 160 Säule-3a-Produkten zeigt: Die falsche Wahl kann Sparerinnen und Sparer über 40 Jahre hinweg mehrere Hunderttausend Franken an Vorsorgekapital kosten.
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Die frühe Planung der Vorsorge ist extrem wichtig.
Foto: Danilo Andjus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer zahlen bei Säule-3a-Produkten oft hohe Gebühren ohne Vergleich
  • Falsche Wahl kostet bis zu 290'000 Franken über ein Arbeitsleben
  • Günstigstes Produkt: 0,22 Prozent Gebühren, teuerstes: 2,54 Prozent, Faktor 12 Unterschied
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Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Schweizerinnen und Schweizer gelten als bequem, wenn es um den Wechsel der Krankenkasse geht oder darum, Hypothekenofferten von verschiedenen Anbietern einzuholen. Das gilt jedoch auch, wenn es um ein Vorsorgeprodukt in der dritten Säule geht. Bei der Hausbank ist das ganz rasch erledigt. Der Verzicht auf einen Vergleich der Gebühren verschiedener Vorsorgeprodukte kann Sparerinnen und Sparer jedoch teuer zu stehen kommen. 

Das Finanzvergleichsportal getrates.ch hat 160 Säule-3a-Vorsorgeprodukte von Anbietern aus der ganzen Schweiz unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die falsche Wahl kann einen Sparer über sein gesamtes Berufsleben hinweg mehr als 100'000 Franken kosten.

Faktor 12 bei den Gebühren

Das Portal hat dabei mit einer 25-jährigen Person gerechnet, die den Maximalbetrag von 7258 Franken pro Jahr 40 Jahre lang bis zur Pensionierung bei einer Bruttorendite von jährlich 5 Prozent einzahlt. Im Schnitt belaufen sich die Gebühren bei einem 3a-Fonds auf 0,68 Prozent. Beim günstigsten Produkt Viac Global 20 sind es 0,22 Prozent. Beim teuersten Produkt von der Bank Cler sind es 2,54 Prozent – also das 12-Fache.

Getrates hat auch analysiert, wie die günstigen und teuren Produkte effektiv performt haben. 

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Über 40 Jahre verliert man im genannten Rechenbeispiel bei einer identischen Bruttorendite somit 290'000 Franken. Beim günstigsten Produkt hätte man beim Renteneintritt 903'000 Franken angespart. Beim teuersten hingegen bloss 613'000 Franken. 

«Ist eine Anzahlung für ein Eigenheim»

«Die meisten Schweizerinnen und Schweizer haben keine Ahnung, wie viel sie ihr 3a-Anbieter wirklich kostet. Die Differenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Fonds beträgt über eine Karriere hinweg 290'000 Franken. Das ist kein Rundungsfehler, das ist eine Anzahlung für ein Eigenheim», sagt Adrien Missioux, Gründer von Getrates.

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Selbst ein Vergleich von digitalen Anbietern und traditionellen Banken ergibt bei einer Bruttorendite von 5 Prozent über 40 Jahre eine Gebührendifferenz von 110'000 Franken. 

Eine jährliche Durchschnittsrendite von mehreren Prozenten ist nur erreichbar, wenn man als dritte Säule einen Anlagefonds wählt. Bei einem 3a-Sparkonto sind die Zinsen weitaus geringer. Getrates spricht in diesem Zusammenhang von der «Sparkonto-Falle». 

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