Chaotische Szenen bei Verkaufsstart vor dem Swatch-Store
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Tumulte in Mailand:Chaotische Szenen bei Verkaufsstart vor dem Swatch-Store

Irres Wettbieten auf Ricardo
Käufer zahlt für gehypte Swatch-Uhr den fünffachen Preis

Der irre Hype um die neue Swatch-Uhr hat die Online-Plattformen erreicht. Auf Ricardo haben bislang knapp 60 Modelle der begehrten Taschenuhr den Besitzer gewechselt. Ein Käufer blätterte 1700 Franken hin – fünfmal mehr als der Ladenpreis.
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Am 16. Mai startete der Verkauf der neusten Swatch-Uhr.
Foto: IMAGO/Bestimage

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swatch-Taschenuhr «Royal Pop» in Zusammenarbeit mit Audemars Piguet löst Mega-Hype aus
  • Teuerstes Modell in der Schweiz für 1699 Franken verkauft
  • 7 Prozent aller Ricardo-Suchanfragen am Verkaufstag für «Royal Pop»
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

In den Läden von Swatch ist wieder der Alltag eingekehrt. Der Mega-Ansturm auf die neue Taschenuhr «Royal Pop» ist abgeflacht: Campingstühle und Zelte sucht man vergebens, riesige Warteschlangen gibt es keine mehr. Wenig bis nichts erinnert mehr an die Tumulte vor den Swatch-Stores weltweit am letzten Samstag

Der Hype hat sich nun auf die Online-Verkaufsplattformen verlagert. Dort boomt der Handel mit den bunten, achteckigen Uhren aus der Kollaboration von Swatch mit der Schweizer Luxusmarke Audemars Piguet. Glückliche «Royal Pop»-Besitzer verkaufen die Uhr nun auf den grossen Online-Marktplätzen weiter – in der Hoffnung, daraus kräftig Profit zu schlagen. Und der Schachzug geht auf, wie sich jetzt zeigt: Das Interesse an der neuen Swatch-Uhr auf der Schweizer Secondhand-Plattform Ricardo sei «enorm», teilt das Unternehmen mit. Demnach zielten vergangenen Samstag zum Verkaufsstart 7 Prozent aller Ricardo-Suchanfragen auf die neue «Royal Pop» ab.

290 Uhren inseriert, nur ein Fünftel verkauft

Derzeit tummeln sich auf der Plattform 290 Verkaufsangebote, schreibt Ricardo weiter. Allerdings wurde bisher nur rund ein Fünftel, also knapp 60 Stück, erfolgreich verkauft – «trotz der aussergewöhnlich starken Nachfrage», so die grösste Schweizer Secondhand-Plattform. Ein Grund für den schleppenden Absatz könnten die teils irren Preise sein, für die die Uhren angeboten werden, mutmasst Ricardo. In einem Inserat liegt der Sofort-Kaufpreis beispielsweise bei 2000 Franken. Im Laden kostet die Taschenuhr 350 Franken. 

Einige Uhrenfans sind aber dennoch bereit, ein Vielfaches des Ladenpreises hinzublättern. So ging die teuerste «Royal Pop» auf Ricardo für 1699 Franken weg – fast fünfmal so viel wie der Ladenpreis! Es handelte sich um das pink-rote Modell «Otto Rosso». Die Bieterkämpfe, die sich Interessierte online liefern, überraschen: Swatch hat in einer Mitteilung am Samstag betont, dass die Kollektion noch einige Monate erhältlich sein wird. Der Haken: Derzeit sind alle Modelle in den Swatch-Stores komplett ausverkauft. Wer nicht auf die nächste Lieferung warten will, kauft lieber sofort auf dem Sekundärmarkt – und greift dafür deutlich tiefer in die Tasche. 

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