Restaurant am Rhein steht leer
Kanton Zürich sucht verzweifelt Beizer – Miete wird keine fällig

Das Restaurant Klostergarten auf der Insel Rheinau steht seit zwei Jahren leer. Jetzt schreibt der Kanton Zürich das historische Lokal neu aus. Ein Pächter könnte per sofort loslegen. Er muss nicht einmal Miete bezahlen. Und hat auf der Insel einen prominenten Nachbarn.
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Das Restaurant Klostergarten auf der Insel Rheinau steht seit zwei Jahren leer.
Foto: Screenshot Homegate

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Restaurant Klostergarten in Rheinau sucht seit 2024 einen neuen Pächter
  • Bis 2028 entfällt die Miete, nur Umsatzbeteiligung und 2160 CHF Nebenkosten
  • Platz für 50 Gäste drinnen, 100 draussen, historische und moderne Ausstattung
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

An einem schönen Sommertag gibt es kaum einen lauschigeren Ort für eine kurze Rast als das Restaurant Klostergarten. Es liegt auf der Insel Rheinau, mitten im Rhein, im nördlichsten Zipfel des Kantons Zürich. Kurz: Eine bessere Lage für eine gutbürgerliche Ausflugsbeiz gibts eigentlich nicht.

Und doch: Das Restaurant mit der schönen Gartenbeiz steht seit zwei Jahren leer. Zuletzt haben Betreiber von Foodtrucks vor dem Lokal ihr Glück versucht. Mit mässigem Erfolg. Jetzt startet der Kanton Zürich einen neuen Versuch – und sucht möglichst per sofort einen Pächter, wie der «Landbote» berichtet.

Keine Miete fällig

Das traditionsreiche Lokal ist auf Homegate inseriert. Der Kanton sucht auf der Immo-Plattform nichts weniger als einen «Gastgeber, der dem Restaurant neues Leben einhaucht». Er ist voll des Lobes für die Beiz. «Ob als klassisches (Ausflugs-)Restaurant, Eventlocation oder Begegnungsort für die lokale Bevölkerung, dieses Objekt verbindet Atmosphäre, Qualität und Potenzial auf besondere Weise», heisst es.

Und: Weil es mit einem geplanten Museum auf der Insel partout nicht vorwärtsgeht, kommt der Kanton Interessenten entgegen. Einen Mietzins im eigentlichen Sinn muss der Pächter nicht bezahlen – bis zur Eröffnung des Museums, die 2028 erfolgen soll. Er bekommt auch das Inventar gratis zur Verfügung gestellt. Nur einen Anteil am Umsatz muss er dem Kanton abliefern. Und die pauschalen Nebenkosten von 2160 Franken im Monat aus dem eigenen Sack bezahlen.

Im Restaurant gibts Platz für 50 Personen, auf der Terrasse können 100 Personen bewirtet werden. Für Hochzeiten eignet sich der historische Mühlesaal. Die Küche ist auf dem neusten Stand. 2024 hat der letzte Pächter aufgegeben. Gründe waren damals der Fachkräftemangel und die Tücken des Saisongeschäfts.

Musikinsel von Christoph Blocher

Das Kloster Rheinau ist eine ehemalige Benediktinerabtei. Es wurde etwa 778 gegründet und 1862 aufgehoben. Bis 2000 war in den ehemaligen Klostergebäuden eine psychiatrische Klinik untergebracht. Heute wird das frühere Klostergebäude vom Musikzentrum «Musikinsel Rheinau» genutzt.

Es hat 16 Proberäume, 130 Betten und ein eigenes Gastroangebot. «Sowie eine inspirierende Atmosphäre und viel Ruhe», wie es auf der Homepage heisst. Finanziert wird das Musikzentrum von einer Stiftung rund um alt Bundesrat Christoph Blocher (85).

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