Darum gehts
- Die Bäckerei Frei AG schliesst bis Juni 2026 drei Filialen im Kanton Aargau
- Gründe sind steigende Kosten, Fachkräftemangel und die Konkurrenz von Tankstellenshops
- Betroffen sind drei Standorte, insgesamt beschäftigt die Kette 130 Personen
Die Bäckerei Frei aus Nussbaumen AG ist eine der grössten Ketten im Aargau. 14 Standorte betreibt der Beck mit 130 Angestellten. Jetzt geht der traditionsreiche Betrieb aber über die Bücher – und schliesst drei Bäckereien per Ende Juni. Das berichtet das «Badener Tagblatt». Betroffen sind zwei Läden in Turgi AG sowie im Kappelerhof in Baden AG. Seit 1977 wird dort Brot verkauft.
«Diese Filialen konnten trotz anhaltender Bemühungen nicht mehr rentabel geführt werden», schreibt das Familienunternehmen in einer Mitteilung. Grund für den harten Schnitt: steigende Kosten und akuter Fachkräftemangel. «Besonders in der Produktion ist es zunehmend schwierig, qualifizierte Mitarbeitende zu finden.» Die Schliessungen seien unumgänglich. Denn: «Wir wollen unser Unternehmen so ausrichten, dass wir auch langfristig erfolgreich bleiben», sagen Hansjörg und Dominik Frei dem «Badener Tagblatt». Sie führen das Unternehmen in zweiter Generation.
Tankstellenshops als grösste Konkurrenz
Vor allem industrielle Bäckereien und Tankstellenshops machen den beiden das Leben schwer. Deshalb fokussieren sie sich nun auf gut frequentierte Lagen. «Auch die Produktionsprozesse werden laufend optimiert, mit dem Ziel, Qualität und Effizienz langfristig zu sichern», heisst es weiter. Das Sortiment wird gestrafft. Die Bäckerei Frei konzentriert sich künftig auf ihre stärksten und begehrtesten Produkte.
Entlassungen wollen Hansjörg und Dominik Frei vermeiden. «Wo immer möglich werden Mitarbeitende aus den betroffenen Filialen in andere Standorte integriert», versprechen sie.