Darum gehts
- Neues Tui-Ranking zeigt, welche europäischen Länder besonders attraktiv für Camping-Fans sind
- Die beliebten Klassiker Italien und Kroatien schneiden überraschend schwach ab
- Tiefe Preise allein entscheiden nicht: Auch Natur, Infrastruktur und Freizeitangebot zählen
Eine Nacht auf dem Campingplatz für unter 19 Stutz: In der Schweiz ist das kaum möglich – der Durchschnittspreis liegt hierzulande bei 37.50 Franken. Ausserhalb der Landesgrenze finden sich solche Schnäppli aber durchaus, wie eine neue Tui-Auswertung zeigt. Während man für Ferien in den Camping-Hotspots am Mittelmeer immer tiefer in die Tasche greifen muss, schont ein Land das Budget besonders. Dafür müssen Schweizer Campingfans mit dem Büssli aber nicht Richtung Süden, sondern in den Osten düsen.
Der Reiseanbieter hat die «camperfreundlichsten Länder» Europas gekürt. Aus fünf Kategorien – Camping, Anfahrt und Verkehr, Restaurant- und Getränkepreise, Klima und Natur sowie Kultur und Freizeit – ermittelte Tui eine Gesamtbewertung für jedes untersuchte Land. Den Thron belegt Albanien mit 65,35 von insgesamt 100 Punkten. Dahinter folgen Polen und Deutschland.
Die besten Camping-Länder Europas
| Rang | Land | Punktezahl |
| 1. | Albanien | 65,35 |
| 2. | Polen | 50,47 |
| 3. | Deutschland | 50,38 |
| 4. | Spanien | 48,50 |
| 5. | Griechenland | 47,95 |
| 6. | Frankreich | 47,90 |
| 7. | Schweden | 47,76 |
| 8. | Portugal | 45,49 |
| 9. | Italien | 45,02 |
| 10. | Niederlande | 44,98 |
| 11. | Slowenien | 43,54 |
| 12. | Kroatien | 41,11 |
| 13. | Österreich | 40,02 |
| 14. | Norwegen | 34,23 |
| 15. | Dänemark | 34,20 |
Albanien ist besonders preiswert
Der grosse Trumpf des Balkanstaats: die tiefen Preise. Eine Nacht auf dem Campingplatz kostet laut Auswertung im Schnitt weniger als 20 Euro. Kein anderes Land bietet laut Tui günstigere Campingübernachtungen an. Auch Essen, Getränke und Mobilität sind vergleichsweise günstig. Die Kehrseite: Teilweise fehlt es an Infrastruktur auf den Plätzen. Nebst Albanien zeichnet sich auch Portugal als Camping-Destination mit besonders günstigen Preisen aus.
Ausgerechnet die Camping-Klassiker können da nicht mithalten. Italien bewegt sich gerade mal im Mittelfeld, Kroatien dümpelt gar auf dem viertletzten Platz. Ein Grund: Camping ist dort vergleichsweise teuer – insbesondere im Verhältnis zu den örtlichen Hotelpreisen. In anderen Kategorien glänzen die beiden Länder dafür: Italien bietet die meisten Unesco-Welterbestätten, Kroatien gehört zu den Ländern mit der höchsten Museumsdichte.
Skandinavien überzeugt mit viel Natur und wenig Regeln
Auch der Norden Europas schafft es trotz traumhafter Camping-Bedingungen nicht aufs Podest. Dabei können Schweden und Norwegen gerade bei der Natur punkten: Norwegen hat die höchste Dichte an Badeseen, beide Länder locken mit grossen Naturparks und vergleichsweise viel Freiheit beim Campen. Dänemark hat laut Auswertung die am besten bewerteten Campingplätze Europas und ist Spitzenreiter bei der Dichte an E-Auto-Ladesäulen. Der Haken des Nordens: das hohe Preisniveau.
Spanien eignet sich mit seinen günstigen Spritpreisen besonders für Roadtripper, die viel unterwegs sind. Das Land hat zudem das am besten ausgebaute Autobahnnetz Europas – noch vor Deutschland. Wer dagegen möglichst viele Campingplätze zur Auswahl haben will, sollte Richtung Niederlande fahren: Kein anderes Land im Ranking weist eine höhere Campingplatzdichte auf.