Darum gehts
- Stadler Rail liefert acht Lokomotiven an Mercitalia Shunting & Terminal in Italien
- Eurolight Dual-Lok fährt elektrisch und mit Diesel, wiegt nur 20 Tonnen
- Stadler-Aktie steigt um 0,6 Prozent trotz schwachem Börsentag
Ein neuer Auftrag für Stadler Rail: Der italienische Güterverkehrsbetreiber FS Logistix hat beim Thurgauer Zugbauer acht Lokomotiven für sein Tochterunternehmen Mercitalia Shunting & Terminal bestellt, wie das Unternehmen von Patron Peter Spuhler (66) am Dienstag mitteilt.
Die Lokomotiven des Typs Eurolight Dual sind mit einem Gleichstrom-Elektroantrieb und einem Dieselmotor ausgestattet. Damit können sie sowohl auf den elektrifizierten Strecken als auch auf solchen ohne Strom fahren. Stadler hat die Lok speziell für die Anforderungen des italienischen Schienennetzes entwickelt, heisst es in der Mittelung. Die Lokomotive zeichne sich durch eine hohe Leistung, ein geringes Gewicht und eine reduzierte Achslast von nur 20 Tonnen aus. Wie viel der Auftrag dem Zugbauer finanziell einbringt, ist nicht bekannt.
Stadler-Aktie legt zu
Mercitalia Shunting & Terminal ist einer der führenden italienischen Anbieter für Rangierdienstleistungen in Häfen, Terminals und Bahnhöfen. Laut eigenen Angaben besteht seine Flotte aus mehr als 200 Lokomotiven – acht davon stammen nun aus Thurgauer Produktion.
An der Börse kommt die Meldung gut an. An einem eher trüben Handelstag – der Leitindex SMI und auch der breite Index SPI liegen im Minus – hat die Aktie des Zug-Herstellers um 0,6 Prozent zugelegt. Erst vor wenigen Tagen kommunizierte das Unternehmen, dass es für 25 Millionen Franken sein Werk in der kasachischen Hauptstadt Astana ausbaut.