Beim Gewinn geht aber kaum was
Stadler macht im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Umsatz

Der Thurgauer Zugbauer Stadler Rail setzte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 40 Prozent mehr um. Der Gewinn stieg hingegen nur minimal. Währungseffekte und höhere Kosten machen dem Unternehmen zu schaffen.
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Peter Spuhlers Stadler Rail steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 40 Prozent auf 2 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahr.
Foto: Keystone
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Der Zugbauer Stadler Rail aus Bussnang TG hat im ersten Halbjahr 2026 beim Umsatz kräftig zugelegt. Dieser sprang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Mittwochmorgen erklärt. Grund dafür sind laut Stadler zahlreiche Fahrzeugauslieferungen und eine höhere Produktionsleistung.

Auch konnte der Schienenfahrzeughersteller rund um Patron Peter Spuhler (67) die Profitabilität steigern: So kletterte der EBIT von 36,9 auf 79,5 Millionen Franken und hat sich damit mehr als verdoppelt. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 2,6 auf 4,0 Prozent. Beim Konzerngewinn fiel der Anstieg dagegen wesentlich kleiner aus: Unter dem Strich blieben 31,2 Millionen Franken nach 30,9 Millionen im Vorjahreszeitraum. Stadler begründet dies unter anderem mit Währungseffekten. Für das Gesamtjahr hält der Zugbauer an seinen Zielen fest.

Sparprogramm in Deutschland zeigt Wirkung

Weiterhin unter Druck steht Stadler in Deutschland. Am Standort Berlin läuft deshalb bereits seit Anfang 2025 ein Effizienzsteigerungsprogramm. Laut Stadler zeigen die Massnahmen Wirkung: Abläufe seien effizienter und die Produktivität höher geworden, heisst es in der Mitteilung. Einen Stellenabbau kündigt das Unternehmen im Zusammenhang mit dem Programm nicht an. 

Belastungen gibt es zudem weiterhin durch die Folgen der Überschwemmungskatastrophe im spanischen Valencia vom Oktober 2024. «Die im Zuge der massiven Überschwemmung entstandenen Folgen auf die Kosten und Rückstände bei der Auslieferung von Fahrzeugen würden bis ins Jahr 2027 spürbar bleiben», teilt der Zugbauer mit. 

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