Darum gehts
- Hackergruppe Everest fordert 10 Millionen CHF von Stadler Zugbauer
- Technische Daten eines Zulieferers betroffen, Stadler selbst nicht geschädigt
- Stadler reicht Strafanzeige bei Kantonspolizei Thurgau ein
Cyberkriminelle haben Stadler angegriffen: Angehörige der russischen Hackergruppe Everest Group haben sich illegal Zugriff auf die Datenaustauschplattform des Zugbauers mit Sitz in Bussnang TG verschafft, wie das Unternehmen von Patron Peter Spuhler (67) am Dienstag bekanntgibt. Die Kriminellen verlangen laut der Stadler-Mitteilung 10 Millionen Franken Lösegeld.
Der Vorfall hat sich Mitte Juli ereignet. Stadler selbst habe keine Daten verloren, betont das Unternehmen. Die Hacker hätten Zugriff auf die technischen Daten eines Zulieferbetriebs über eine Datenaustausch-Plattform bekommen. Die von den Cyberkriminellen gestohlenen Daten seien nicht sicherheitsrelevant und würden die weltweit im Einsatz stehenden Stadler-Schienenfahrzeuge nicht betreffen. Bei Stadler läuft auch die Produktion normal weiter, so der Konzern.
Stadler ist nicht erpressbar
Der Thurgauer Zughersteller will die 10 Millionen Franken nicht zahlen. «Stadler zahlt unter keinen Umständen ein Lösegeld und ist somit nicht erpressbar», betont das Unternehmen. Es will dem Vorfall aber nachgehen – und hat deshalb Strafanzeige bei der Thurgauer Kantonspolizei eingereicht.