«Kürzt die Direktzahlungen!»
Peter Spuhlers Bauern-Schelte kommt bei Blick-Lesern gut an

Stadler-Boss Peter Spuhler (67) kritisiert den Schweizer Bauernverband: Er wirft der Bauern-Lobby vor, einen Zoll-Deal mit den USA zu verhindern und den Freihandel zu blockieren. Der Ex-SVP-Nationalrat spricht von einem «massiven Vertrauensbruch» – und eckt damit an.
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Peter Spuhler hält den Schweizer Bauern eine Standpauke.
Foto: Daniel Winkler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Peter Spuhler kritisiert Bauernverband wegen Widerstand gegen Mercosur-Abkommen und Forderungen
  • Landwirtschaft trägt nur 0,6 Prozent zum BIP bei, sagt Spuhler
  • Leser fordern Kürzung von Direktzahlungen um 900 Millionen Franken
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Peter Spuhler (67) ist so richtig hässig auf die Schweizer Bauern – und geht im Blick-Interview frontal auf sie los! Der Ex-SVP-Nationalrat und Stadler-Patron hat null Verständnis für den Bauernverband, wenns ums Torpedieren des Freihandels und um Chlorhühner geht. Spuhler hat als Parlamentarier die Anliegen der Bauern stets unterstützt. Doch jetzt fehlt ihm jedes Verständnis für die Lobby der Landwirte. «Das ist ein massiver Vertrauensbruch! Das ist ein No-Go!», wettert er.

«Ich kann nicht nachvollziehen, dass der Bauernverband das Mercosur-Abkommen torpediert und 800 Millionen Franken Kompensation will.» Spuhler nennt dieses Verhalten einen «massiven Vertrauensbruch zwischen Wirtschaft und Bauernverband». Man habe in der SVP-Fraktion immer einen Deal gehabt, führt er aus: «Wir helfen den Bauern, die Bauern helfen uns.» Die Landwirtschaft erwirtschafte gerade einmal 0,6 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts. «In dieser schwierigen Phase erwarte ich, dass die Bauern auch die Wirtschaft unterstützen», so Spuhler weiter. Für ihn ist klar: «Wenn man uns den Stecker zieht, leidet am Ende auch der Bauernstand.»

«Das kommt beim Volk nicht gut an»

Spuhlers Kritik an den Bauern kommt bei vielen Blick-Lesern gut an. «Er hat völlig recht», findet Blick-Leser Andreas Forrer. Vor allem Bauernverbandspräsident Markus Ritter soll aufhören mit seinen Forderungen. «Er schadet der Schweiz und den hart arbeitenden Bauern – und kommt beim Volk nicht gut an», findet er.

Felix Raschle wird noch deutlicher: «Es ist eine Schande, dass die Bauern so gegen uns Konsumenten arbeiten.» Sie würden nur verhindern, dass die Konsumenten von günstigeren Preisen durch das Mercosur-Abkommen profitieren. «Wir sollten endlich die Direktzahlungen überprüfen und diese um 900 Millionen kürzen!», fordert er.

Blick-Leser Ronald Odermatt lobt Spuhler für seine offenen Worte. «Er ist noch ein Patron alter Schule. Ich habe grössten Respekt vor seiner Leistung!» Er findet es «bemerkenswert», dass es dem SVP-Mann nun den Hut lupft und er Klartext redet. «Jetzt braucht es mutige Lösungen.» Spuhler sei dafür der richtige Mann.

So sieht es auch Blick-Leser Roland Müller. Auch er kritisiert die Bauern: «Sie verstehen nicht, dass sie mit dem ewigen Blockieren und ihren Forderungen am Ast sägen, auf dem sie sitzen.» Andy Meier ist begeistert von Spuhlers Kritik. «Bravo, sehr gut auf den Punkt gebracht! So wird die SVP wieder wählbar.»

«Auch Spuhler nutzt das System aus»

Spuhlers pointierte Haltung wird von Blick-Lesern aber auch kritisch beäugt. «Niemand will bei uns Chlor-Hühner aus den USA», schreibt etwa Dany Kayvor. «Wir müssen nicht den Bückling machen vor den USA. Vielmehr sollten wir uns noch mehr nach Asien ausrichten. Dort steppt künftig der Bär, nicht in den USA.»

Robin Meier gehts bei den Chlorhühnern um Grundsätzliches: «Es macht schlicht keinen Sinn, Hühner über eine so grosse Distanz hinweg in die Schweiz zu importieren», findet er. Thomas Beckler pflichtet ihm bei. Und fügt an: «Es geht um die Versorgungssicherheit.» Die sieht er in Frage gestellt, wenn die Schweiz Hühner importiere. «Dann werden wir vollends erpressbar.»

Mit Blick auf Spuhlers Rolle beim Zugbauer Stadler Rail moniert Peter Wunderlin: «Er ist immer der Erste, der Kurzarbeit einführt. Auch Spuhler nutzt das System aus.»

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