Darum gehts
- Migros erhöht ab 1. September die Preise für ältere Handy-Abos
- Mini-Abo wird um 50 Rappen teurer, bietet 20 statt 2 GB
- Für betroffene Abonnemente gilt im August ein Sonderkündigungsrecht
«Wichtig: Preisanpassung für dein Handy-Abo.» So heisst es in einem Schreiben, das die Migros gegenwärtig an Kundinnen und Kunden verschickt. Auch bei der Blick-Community hat der eine oder andere diese Vorankündigung erhalten. In einem der Redaktion vorliegenden E-Mail spricht die Detailhändlerin von einer «Überarbeitung» des Angebots: «Damit du dich auch in Zukunft auf ein zuverlässiges Netz und faire Leistungen verlassen kannst, passen wir unsere Preise moderat an.» Bereits ab 1. September gelten die höheren Tarife.
Im Fall einer Leserin verteuert sich das Mini-Abo jedoch lediglich um 50 Rappen. Dafür erhalte sie nun 20 statt 2 Gigabyte Daten für die Schweiz. Migros-Sprecher Tobias Ochsenbein präzisiert auf Anfrage: «Die Preisanpassung betrifft ältere Abonnements, die bis August 2025 unter M-Budget Mobile abgeschlossen wurden und heute nicht mehr aktiv angeboten werden.» Wie viele Tausend Kundinnen und Kunden ein solches haben, verrät er nicht. Betroffen sind diese Abonnements:
- Postpaid-Abos: Mini, Maxi, Mega, Extra und Giga
- Internet-Abos: Internet Classic und Internet Pro
Sonderkündigungsrecht im August
Die Preiserhöhung beträgt beim Listenpreis 1 Franken pro Monat, heisst es weiter. Sprecher Ochsenbein betont, dass sich die Preise des aktuellen Migros-Mobile-Portfolios nicht ändern. Ochsenbein: «Die älteren Abonnements entsprechen nicht mehr den heutigen Markt-, Infrastruktur- und Betriebskosten.» Höhere Aufwendungen für Netzbetrieb, technische Systeme und Serviceleistungen seien Grund für die Preiserhöhung.
Im Herbst 2025 hat Migros Mobile neue Handy-Abonnements lanciert. Diese lösten M-Budget Mobile ab, nutzen aber weiterhin das Netz der Swisscom. Die Detailhändlerin bietet die alten Mobile-Abos wie das Mini-Abo nicht mehr aktiv an. Diese können aber weiter genutzt werden, die Verträge bleiben bestehen.
Die neuen Tarife dürften für die meisten Kunden verkraftbar sein. Wer damit aber nicht einverstanden ist, kann im August von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen – und zu einem anderen Anbieter wechseln. Nur: Auch die grossen Telekom-Unternehmen Swisscom, Salt und Sunrise haben in diesem Jahr die Handy-Abo-Preise erhöht. Oder Erhöhungen angekündigt.