Milliardenschulden bei QVC
Teleshopping-Gigant ist pleite – die Gründe

Der Teleshopping-Sender QVC hat Schulden von 6,6 Milliarden Dollar. Deshalb hat das Unternehmen nun ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Der US-Konzern will sich nun neu aufstellen.
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Pionier des Teleshoppings: Der US-Sender QVC ist pleite.
Foto: IMAGO/Newscom World

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Teleshopping-Riese QVC beantragt Insolvenz in den USA nach Chapter 11
  • Ziel: Schulden von 6,6 auf 1,3 Milliarden Dollar senken
  • Aktienkurs bricht um fast 70 Prozent ein nach Bekanntgabe
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Blick Wirtschaftsdesk

QVC, einer der bekanntesten Teleshopping-Sender, hat nach fast vier Jahrzehnten Geschäftstätigkeit Insolvenz beantragt. Die Muttergesellschaft QVC Group gab bekannt, dass sie in den USA freiwillig ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 eingeleitet hat – mit dem Ziel, ihre Schulden von 6,6 Milliarden auf etwa 1,3 Milliarden Dollar zu reduzieren. Der Konzern erklärte, dieser Schritt solle den Betrieb stabilisieren und wieder Wachstum ermöglichen.

QVC hat seinen Hauptsitz im US-Bundesstaat Pennsylvania und ist seit langem ein Aushängeschild für den Produktverkauf im Fernsehen – von Küchengeräten bis hin zu Modekollektionen der Moderatorin und Fernsehköchin Martha Stewart (84). In den letzten Jahren musste der Sender jedoch aufgrund des Online-Handels, Live-Streaming-Plattformen wie Tiktok und sinkender Zuschauerzahlen im Kabelfernsehen einen Rückgang hinnehmen. Das Geschäft hat zudem unter den von Donald Trump (79) verhängten Zölle gelitten.

QVC will künftig mehr auf Social Media setzen

QVC betonte, über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen, um den Betrieb während des gesamten Restrukturierungsprozesses aufrechtzuerhalten. Dieser soll voraussichtlich innerhalb von 90 Tagen abgeschlossen sein. Das Unternehmen versicherte zudem, dass keine Entlassungen oder die Einstellung von Zahlungen an Lieferanten geplant seien.

Mit Blick auf die Zukunft plant QVC, das künftige Wachstum über digitale Kanäle voranzutreiben – darunter Streaming-Plattformen und soziale Medien. In diesem Bereich wächst das US-Unternehmen stark. Der Konzern ist überzeugt: Eine Kombination aus Schuldenabbau und gestärkten digitalen Umsätzen ermögliche künftig ein stabiles und nachhaltiges Wachstum.

Nach der Bekanntgabe der Insolvenz brachen die Aktien der QVC Group um fast 70 Prozent. Ein deutliches Zeichen, vor welch grossen Herausforderungen das Unternehmen steht. QVC wurde 1986 gegründet und leistete Pionierarbeit im Bereich des Fernsehshoppings. 2017 festigte das Unternehmen seine Marktposition durch die Übernahme seines langjährigen Konkurrenten Home Shopping Network.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Blic.rs. Die serbische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.  

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