Mega-Blamage für Putin
Russlands neues Super-Flugzeug darf nicht bei Regen und Kälte fliegen

Russlands Luftfahrt leidet unter den Sanktionen des Westens. Präsident Putin setzt deshalb auf heimisches Schaffen – und blamiert sich. Das neue Regionalflugzeug Il-114-300 bekommt nur eine eingeschränkte Zulassung. Flüge bei Hitze, extremer Kälte und Regen sind tabu.
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Die neue Ilyushin Il-114-300 soll die russische Regionalluftfahrt revolutionieren.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Russische Airlines müssen fast 20 Prozent ihrer 673 Flugzeuge stilllegen
  • Neue Ilyushin Il-114-300 scheitert an strengen Wetterauflagen und Einsatzbedingungen
  • 130 Flugzeuge der elf grössten Airlines Russlands sind seit Juni 2026 defekt
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Sanktionen des Westens gegen Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin (73) hinterlassen Spuren. Russische Airlines kämpfen in den Sommermonaten mit massiven Problemen. Während europäische Airlines im Sommer praktisch ihre gesamte Flotte in die Luft bringen, muss in Russland fast jedes fünfte Flugzeug am Boden bleiben. Ende Juni sind von 673 Flugzeugen der elf grössten russischen Airlines insgesamt 130 nicht einsatzfähig.

Russland hat keinen Zugang mehr zu Ersatzteilen, Wartung und zu neuen Flugzeugen von Airbus oder Boeing. Die Flotten der russischen Airlines werden immer älter – und reparaturanfälliger. Bisher versuchte man in Russland, über Drittstaaten an dringend benötigte Teile zu kommen. Und hat stillgelegte Maschinen wieder zum Fliegen gebracht oder ausgeschlachtet.

Auf Dauer genügt das nicht. Russlands Machthaber Putin treibt deshalb die Zusammenarbeit mit der indischen Flugzeugindustrie voran. Und entwickelt mit Hochdruck eigene Maschinen, setzt auf einheimische Triebwerke und russische Technik.

Faktisch gar nicht einsetzbar

Die neue Ilyushin Il-114-300 sollte zu einem Symbol für die eigene Luftfahrt werden – jetzt scheitert Putin mit diesem Ansinnen. Das Regionalflugzeug hat jetzt zwar die offizielle Zulassung erhalten. Richtig durchstarten wird das Prestigeprojekt aber nicht, wie das Aviatikportal Aerotelegraph berichtet. Denn die Maschine darf vorerst nur unter strengen Bedingungen fliegen.

Erlaubt sind Starts und Landungen nur bei Aussentemperaturen zwischen minus 9 und plus 25 Grad. Flüge bei Gewittern oder Vereisung sind verboten. Auch auf nassen oder verschmutzten Pisten ist ein Einsatz nur sehr eingeschränkt möglich – oder gar nicht erlaubt. Das ist peinlich: Denn die Il-114-300 wurde speziell für abgelegene Regionen im hohen Norden Russlands entwickelt. Also genau dort, wo extreme Kälte, Schnee und schlechtes Wetter zum Alltag gehören.

Projekt verzögert sich seit Jahren

Die Turboprop-Maschine bietet Platz für bis zu 68 Passagiere und soll die in die Jahre gekommenen Antonov An-24 und An-26 sowie westliche Regionalflugzeuge wie die ATR 72 oder die Dash 8 ersetzen. Der russische Hersteller UAC lässt diese Schmach nicht auf sich sitzen – und versucht zu beruhigen. Das Flugzeug habe bereits Testflüge bei Temperaturen von minus 42 Grad absolviert. Weitere Zulassungen für Einsätze bei Hitze, Gewittern und Vereisung sollen schrittweise folgen.

Eigentlich hätten die ersten Maschinen schon vor Jahren ausgeliefert werden sollen. Das Programm verzögerte sich jedoch mehrfach. Wann die Ilyushin Il-114-300 ohne die strengen Wetterauflagen eingesetzt werden kann, ist weiterhin offen.

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