Bei Arbeitszeitbetrug kennt die Kreativität keine Grenzen
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Klimaanlage wird zu Roboter:Bei Arbeitszeitbetrug kennt die Kreativität keine Grenzen

Kurioser Arbeitszeitbetrug im Netz
So tricksen Homeoffice-Muffel während der Hitze ihren Chef aus

Ein Instagram-Video sorgt in diesem Hitzesommer für Aufsehen: Mit Ventilator und Kugelschreibern versetzt ein User seine Maus in Dauerbewegung – um im Homeoffice zu schummeln. Andere legen mit weiteren kreativen Tricks nach – und heizen eine Debatte um Büropräsenz an.
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Wer will schon im Homeoffice vor sich hinschmoren?
Foto: Imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hitzesommer 2026: Ventilator-Trick simuliert Aktivität im Homeoffice
  • Firmen setzen wieder auf Büropräsenz für mehr Effizienz
  • Microsoft Teams überwacht Standort seit Februar 2026 automatisch
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Arbeiten bei der diesjährigen Gluthitze ist für viele eine Qual. Nicht nur Büezer im Freien leiden unter den hohen Temperaturen – auch in Büros wird geschwitzt und geächzt. Wer weder im Office noch zu Hause eine Klimaanlage hat, schmort in überhitzten Räumen. Teils schafft der laue Luftzug eines Ventilators etwas Abhilfe – sofern man noch rechtzeitig einen ergattern konnte.

Ein Video in den sozialen Medien zeigt nun, wie man sich trotz Arbeitstag eine kurze Abkühlung unter der kalten Dusche verschaffen kann: An einem hin und her schwankenden Ventilator befestigte der User zwei Kugelschreiber. Dreht sich der Ventilator nun um 180 Grad, schieben die Stifte die Computermaus periodisch hin und her – der Status auf Microsoft Teams oder Slack bleibt somit auf «aktiv».

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Kommentarspalte verrät mehr Tricks

In den Kommentaren unter dem Video verraten Instagram-Nutzer ihre eigenen Tricks, um im Homeoffice mit Arbeitszeitbetrug davonzukommen. «Lass einfach ein Objekt auf der Leertaste liegen, das schwer genug ist, um sie gedrückt zu halten. Dann wechselt der Teams-Status nicht auf ‹abwesend›», schreibt einer. «Erstelle ein Onlinemeeting, an dem nur du selbst teilnimmst. Nachdem du dem Meeting beigetreten bist, einfach deinen Status auf ‹verfügbar› stellen», rät ein anderer. Auch beliebt: Angestellte öffnen eine leere Excel-Tabelle und sorgen dafür, dass das Programm fortlaufend Eingaben registriert. Dadurch erkennt der Computer Aktivität und hält den Status dementsprechend auf «anwesend». 

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Immer mehr Firmen pfeifen auf Homeoffice

Das Thema Homeoffice sorgt immer wieder für hitzige Debatten. US-Giganten wie Amazon oder die Grossbank Goldman Sachs haben ihre Belegschaften längst wieder ins Büro zitiert. Auch in der Schweiz krebsen mehr und mehr Unternehmen bei der Möglichkeit auf hybrides Arbeiten zurück. Oder streichen es gleich ganz, wie etwa der Traditionskonzern Sulzer. Die Argumente der Firmen: Mehr Präsenz stärkt den Teamgeist, erleichtert die Einarbeitung neuer Mitarbeitender und steigert die Effizienz.

Dass manche Angestellte die fehlende Aufsicht in den eigenen vier Wänden nutzen, um Haushalt statt Arbeit zu erledigen, bleibt nicht immer ohne Folgen: Die US-Grossbank Wells Fargo entliess deswegen mehrere Dutzend Mitarbeitende. Der Vorwurf: «simulierte Aktivität zur Vortäuschung echter Arbeit».

Microsoft schiebt den Riegel vor

Tricksen ist heute schwieriger geworden. Microsoft, der grösste Anbieter von Bürosoftware, führte im Februar eine automatische Standorterkennung für seine Nutzer ein. Das heisst: Wer sich auf der firmeninternen Plattform Microsoft Teams anmeldet, übermittelt automatisch den aktuellen Standort. Dadurch kann der Arbeitgeber sehen, ob man sich wirklich im Büro befindet – oder sich doch einen Tag im Homeoffice gönnt. Gut zu wissen: Der Arbeitnehmer muss der Überwachung stets zustimmen.

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