Darum gehts
- Thailand warnt vor Betrugsseiten für digitale Einreisebewilligung
- Touristen zahlen bis zu 90 US-Dollar für eigentlich kostenlose TDAC
- Mindestens 10 Prozent der Einreisenden nutzten bereits Fake-Webseiten
In der Schweiz feiert der Winter gerade ein Comeback. Viele sehnen sich aber nach frühlingshaften Temperaturen und haben die Eiseskälte satt. Da käme eine Ferienreise zu Ostern ins warme und günstige Südostasien gerade richtig. Doch wer Thailand-Ferien gebucht hat, sollte aufpassen: Die thailändische Einwanderungsbehörde warnt vor einer fiesen Betrugsmasche, der offenbar immer mehr Touristen zum Opfer fallen.
Wer als Ausländer oder Ausländerin in den asiatischen Staat einreisen will, benötigt seit dem 1. Mai 2025 eine digitale Einreisebewilligung – die sogenannte Thailand Digital Arrival Card (TDAC). Neben der offiziellen Regierungsseite gibt es online aber zahlreiche Fake-Webseiten, die die Einreisekarte gegen hohe Gebühren anbieten, wie die «Bangkok Post» berichtet. Dabei blechen Touristen laut einem Sprecher der Einwanderungsbehörde teils bis zu 90 US-Dollar (umgerechnet 72.25 Franken) hin – und das, obwohl die TDAC eigentlich gratis ist!
Jeder Zehnte fällt auf Einreise-Betrug rein – mindestens
Trotz wiederholter öffentlicher Warnungen hätten mindestens 10 Prozent der ausländischen Einreisenden diese Webseiten in der Vergangenheit genutzt, zitiert die Zeitung den Regierungssprecher. Deshalb weist er ausdrücklich darauf hin: Touristen sollen sich nur über die offizielle Website der Einwanderungsbehörde registrieren. Ansonsten riskiere man, Opfer von Betrug oder Identitätsdiebstahl zu werden. Denn die Zahlungen sind illegitim und die Betrüger könnten persönliche Nutzerdaten missbrauchen.
Die Personen hinter den Fake-Seiten aufzuspüren, ist jedoch gar nicht so leicht: Das Problem bleibe bestehen, weil viele Betrugswebsites im Ausland gehostet werden, erklärt der Sprecher. In Zusammenarbeit mit anderen Behörden würden die thailändischen Beamten alles daran setzen, die Seiten zu schliessen. Fluggesellschaften wurden zudem gebeten, Passagiere darauf hinzuweisen, sich vor ihrer Einreise ausschliesslich über offizielle Kanäle zu registrieren.