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Buchungen brechen ein
Stornierungswelle schwappt über das Reiseland Türkei

Der Iran-Krieg trifft die Türkei hart: Eine Storno-Welle hat das Land erfasst, Touristinnen und Touristen bleiben weg – und steuern andere Ferienziele an. Besonders betroffen davon sind der Osten und Südosten des Landes.
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Wegen des Iran-Krieges haben Hunderttausende Touristen ihre Türkei-Ferien abgesagt.
Foto: imago/imagebroker

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Türkei verzeichnet 2025 mit 64 Millionen Touristen Platz 4 weltweit
  • Iran-Krieg führt zu Storno-Wellen, besonders im Osten betroffen
  • Tourismusbranche 2025: 56 Milliarden Euro Umsatz, jetzt massive Einbrüche befürchtet
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Türkei steht in der Gunst von Touristinnen und Touristen ganz weit oben. Im globalen Ranking der beliebtesten Reiseziele der Welt stand das Land am Bosporus 2025 auf Platz 4. Über 64 Millionen Touristen haben in der Türkei Ferien gemacht. Die für das Land eminent wichtige Tourismusbranche setzte 56 Milliarden Euro um.

Doch jetzt gerät die Ferienhochburg Türkei plötzlich ins Wanken. Der Iran-Krieg sorgt für grosse Verunsicherung bei den Gästen. Eine regelrechte Storno-Welle schwappt über die Türkei, wie der «Focus» berichtet. Branchenvertreter sprechen bereits von einem «kompletten Stillstand».

1 Million Reisende fallen weg

Besonders betroffen sind die Regionen im Osten und Südosten des Landes mit 85 Millionen Einwohnern. Dort machen sich die Folgen des Krieges direkt bemerkbar, die Gästezahlen brechen dramatisch ein. Der Grund: Normalerweise reisen jedes Jahr Millionen Iraner in die Türkei. Dieses Jahr bleiben sie wegen des Konfliktes praktisch weg. Hotels, Reiseanbieter und lokale Händler verlieren mitten in einer wichtigen Saisonphase ihre Kundschaft.

Immerhin: Klassische Ferienorte wie Antalya, Bodrum oder Istanbul gelten weiterhin als sicher. Dort bleiben die Buchungen aus Deutschland und Russland bislang stabil, wie der «Focus» berichtet. Trotzdem spürt auch die Westküste eine gewisse Zurückhaltung. Tourismus-Experten warnen deshalb eindringlich: Sollte der Konflikt länger dauern, könnten ganze Tourismusströme umgelenkt werden. Etwa nach Spanien oder Griechenland. Für die Türkei wäre das ein harter Schlag.

Glanz des Nahen Ostens bröckelt

Auf Mallorca ist die Stimmung denn auch heute schon deutlich besser als in der Türkei. Der Grund: Tausende wohlhabende Touristinnen und Touristen haben ihre geplanten Ferien in den Golfstaaten umdisponiert. Statt ein Fünf-Sterne-Hotel in Dubai buchen Reiche jetzt lieber eine historische Finca mit Pool auf der Ferieninsel Mallorca. So ist die Nachfrage nach hochpreisigen Villen auf der Baleareninsel kurz nach dem Kriegsausbruch stark angestiegen.

Beim auf Luxusvillen spezialisierten Immobilienmakler Marcel Remus laufen derzeit die Telefondrähte heiss. Zahlreiche deutsche, österreichische, amerikanische und Schweizer Kunden hätten sich gemeldet, die jetzt lieber Ferien auf Mallorca statt in der Golfregion machen wollen. Bald schon dürften weitere Gäste dazukommen, die lieber auf Mallorca entspannen als in der Türkei.

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