Darum gehts
- Die Türkei schenkt Albanien einen gebrauchten Regierungsjet Airbus A319.
- Das Flugzeug soll die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern stärken.
- Der Jet ist 26 Jahre alt und 11,9 Millionen Dollar wert.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, heisst es. Die Türkei macht Albanien grad ein richtig grosses Geschenk: Und zwar einen Airbus A319! Der gebrauchte Regierungsjet ist 26 Jahre alt, hat schon einige Flugstunden auf dem Buckel. Jetzt geht das Flugzeug mit dem Kennzeichen TC-GVC in den Besitz der albanischen Regierung über, wie das Aviatikportal «Aerotelegraph» berichtet.
Der Airbus hat eine lange Karriere hinter sich. Gebaut wurde er als Airbus A319 ACJ, eine VIP-Version für Regierungen. Zunächst diente er der italienischen Luftwaffe, bevor er 2005 von der türkischen Regierung übernommen wurde. Bis Ende Jahr hat der Jet formell noch der Türkei gehört – seit dem Neujahrstag fliegt er offiziell als Regierungsjet Albaniens.
Jet soll Freundschaft bestärken
Die Schenkung soll laut einem Abkommen die «freundschaftlichen Beziehungen und die enge Zusammenarbeit» zwischen den beiden Ländern stärken. Am 29. Dezember ist der Jet von Istanbul nach Tirana geflogen. Nicht zum ersten Mal. Der A319 flog bereits seit 2020 für Albanien – war bisher jedoch nur ausgeliehen. Nun hat Ankara ernstgemacht: Laut der Zeitung «Türkiye» ist der Jet offiziell verschenkt worden. Der Wert des Flugzeugs wird auf 11,9 Millionen Dollar geschätzt. Die Unterhaltskosten für eine derart alte Maschine dürften allerdings eine schöne Stange Geld kosten.
Noch viel teurer war ein Geschenk, das US-Präsident Donald Trump (79) von Katar bekommen hat: Eine zum fliegenden Palast umgebaute Boeing 747-8 im Wert von 400 Millionen Dollar. Sie ist eines der opulentesten Privatflugzeuge der Welt. Trump meinte, er wäre «dumm», wenn er die geschenkte Boeing 747 ablehnen würde. Ein bei Boeing bestelltes Ersatzflugzeug für die beiden alternden Air Force One – die ihre Erstflüge im Jahr 1987 hatten – kann nicht vor 2028 geliefert werden. Das Geschenk kam also im richtigen Moment.