Darum gehts
- Italien senkt Dieselsteuer bis 6. August um 17 Cent pro Liter
- Schweizer Autofahrer sparen dadurch bis zu 17 Franken beim Tanken in Italien
- Dieselpreise bei Tessiner Autobahntankstellen teils 50 Rappen über dem Landesschnitt
Seit Ausbruch des Iran-Kriegs sorgt der Benzinpreis weltweit immer wieder für hitzige Diskussionen. Um die explodierenden Preise an den Zapfsäulen abzufedern, führten mehrere EU-Staaten als Massnahme Tankrabatte ein. Darunter auch Italien. Der letzte lief Anfang Juli aus.
Am Montag knackte der Dieselpreis bei unseren Nachbarn im Süden mit 2,19 Euro (umgerechnet 2,04 Franken) aber erneut die psychologisch wichtige Marke von 2 Euro pro Liter. Die Regierung rund um Ministerpräsidentin Georgia Meloni (49) beschloss darum eine erneute Senkung der Dieselsteuer: Bis und mit 6. August gewährt sie einen Rabatt von 17 Cent (umgerechnet 16 Rappen) pro Liter. Für Benzin ist keine Entlastung vorgesehen. Der Rabatt tritt heute Dienstag um Mitternacht in Kraft.
Auch Schweizer Autofahrer profitieren
Selbst bei den zuletzt hohen Durchschnittspreisen in Italien ist Diesel immer noch günstiger als hierzulande: Gemäss dem TCS liegt der Literpreis in der Schweiz aktuell bei durchschnittlich 2,17 Franken – 13 Rappen höher als in Italien. Heisst: Zieht man dazu noch 16 Rappen ab, kommt einen das Volltanken jenseits der Landesgrenze 11 bis 17 Franken günstiger zu stehen. Billiger ist übrigens auch das Benzin, selbst ohne Tankrabatt.
Schweizer Autofahrern ist deshalb auf der Heimreise über Italien geraten, noch vor der Landesgrenze vollzutanken. Insbesondere, weil einige Tessiner Tankstellen immer wieder mit Preisen auffallen, die deutlich über dem Landesschnitt liegen. Vor allem auf der Gotthardroute ist das zu beobachten.
So kostet der Liter Diesel an der Eni-Tankstelle an der A2 bei Piotta TI nach aktuellen TCS-Angaben 2,72 Franken. Auch an der Socar-Tankstelle auf der Raststätte San Gottardo Sud in Stalvredo TI liegt der Literpreis etwa 50 Rappen über dem Schnitt. Deshalb hat sich nun der Preisüberwacher eingeschaltet: Er will die Spritpreise genauer unter die Lupe nehmen – und unterzieht sie deshalb einer Marktbeobachtung.