«Können nicht zulassen, dass ein Land die Welt erpresst»
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Trump zum Iran:«Können nicht zulassen, dass ein Land die Welt erpresst»

Iran fürchtet Hormus-Blockade
Den Mullahs entgehen Hunderte von Millionen Dollar – pro Tag!

US-Präsident Donald Trump will Iran mit einer Totalblockade der Strasse von Hormus schwächen. Laut Experte könnte dies den Iran wirtschaftlich ruinieren – mit 435 Millionen Dollar Schaden pro Tag und fatalen Folgen für die Weltwirtschaft.
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US-Präsident Donald Trump will den Iran mit einer Totalblockade weichkochen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump setzt auf Totalblockade der Strasse von Hormus gegen Iran, wirtschaftliche Folgen enorm
  • Täglicher Verlust für Iran: 435 Millionen US-Dollar laut Sanktionsexperte Maleki
  • Bis 13 Tage: Irans Ölspeicher voll, Produktion dauerhaft geschädigt
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Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Nachdem die Verhandlungen gescheitert sind, will US-Präsident Donald Trump (79) den Iran mit einer Totalblockade der Strasse von Hormus in die Knie zwingen. Können die USA die so wichtige Wasserstrasse wirklich sperren, drohen den iranischen Mullahs schwerwiegende wirtschaftliche Folgen.

Der US-Sanktionsexperte Miad Maleki (39) hat den ökonomischen Schaden für den Iran berechnet. Er war lange in leitender Funktion bei den US-Behörden für die Umsetzung von Sanktionen zuständig und ist heute als Experte für Wirtschaftssanktionen bei der Foundation for the Defense of Democracies in Washington tätig. Gemäss Malekis Berechnungen könnte sich der wirtschaftliche Schaden einer Totalblockade auf täglich 435 Millionen US-Dollar pro Tag kumulieren. In nur einem Monat kämen so 13 Milliarden US-Dollar zusammen.

Blockade als Inflationstreiber

Den täglichen Schaden schlüsselt Maleki wie folgt auf: Bei einer kompletten Blockade könnten die Iraner Exporte im Wert von 276 Millionen Dollar nicht mehr verschiffen. Die wichtigsten Güter sind Öl, Gas und Chemikalien aus dem Bereich Düngemittel. Die Strasse von Hormus ist auch für den Iran das Eingangstor zur Weltwirtschaft. Diese grossen Gütermengen kann er unmöglich in einer adäquaten Grössenordnung über alternative Wege befördern.

Zudem wären Importe im Wert von 159 Millionen US-Dollar pro Tag betroffen. Darunter wichtige Konsumgüter, aber auch von der Industrie benötigte Maschinen. Die Teuerung bei Lebensmitteln im Iran stieg gemäss den Vereinten Nationen im März auf fast 150 Prozent. Ohne Deviseneinnahmen aus dem Exportgeschäft dürfte die Landeswährung Rial noch drastischer an Wert verlieren. Diese Hyperinflation würde die Bevölkerung hart treffen.

Iran drohen dauerhafte Milliardenschäden

Ein grosses Problem macht der Sanktionsexperte zudem bei den Speicherkapazitäten fürs Öl aus: Diese sind zu 60 Prozent gefüllt. Bei einer Überschussproduktion von 1,5 Millionen Fässern pro Tag, die normalerweise exportiert werden, wären die Speicher in bereits 13 Tagen voll, rechnet Maleki vor. Danach müssten Ölfelder stillgelegt werden. Und das führe zu dauerhaften Schäden. «Erzwungene Stilllegungen könnten dauerhaft 300'000 bis 500'000 Fässer Öl pro Tag an Produktionskapazität zerstören», schreibt der Sanktionsexperte auf dem Kurznachrichtenportal X. Heisst: Es könnten dauerhaft Einnahmen von 9 bis 15 Milliarden US-Dollar pro Jahr für immer verloren gehen.

Malekis Fazit: «Die Blockade macht einen anhaltenden Widerstand wirtschaftlich unmöglich.» Nur: Seit Trump die Blockade verfügt hat, haben gemäss internationalen Medienberichten weiterhin einige Schiffe die Strasse von Hormus passiert. Die Frage bleibt, ob die USA überhaupt in der Lage sind, die Strasse vollständig zu schliessen.

Und ob sie bereit sind, die möglichen Kosten zu tragen. Denn die iranische Führung droht als Gegenmassnahme mit Angriffen, welche die Ölexporte in den übrigen Golfstaaten zum Erliegen bringen sollen. Das hätte fatale Folgen für die Weltwirtschaft – und damit auch für die US-Wirtschaft und schliesslich Trump selbst.

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