Darum gehts
- Die deutsche Regierung senkt Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent
- Massnahme soll Bevölkerung mit 1,48 Milliarden Franken entlasten
- Deutsche Tankstellen dürfen Preise seit April nur einmal täglich anpassen
Bei unseren Nachbarn im Norden greift der Staat bei den explodierenden Spritpreisen durch – erneut. Denn seit der Krieg im Nahen Osten ausgebrochen ist, verteuert sich Diesel und Benzin an den deutschen Tankstellen fast täglich. Autofahren geht derzeit richtig ins Geld.
Die deutsche Regierung hat darum eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer für Diesel und Benzin beschlossen, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (70) an einer Pressekonferenz am Dienstagmorgen bekannt gab. Konkret wird diese um 17 Cent pro Liter günstiger. Man erwarte, dass die Mineralölwirtschaft die Entlastung direkt und ohne Einschränkung an die Verbraucher weitergebe, erklärte der Bundeskanzler.
Seit April gilt die 12-Uhr-Regel
Konkret soll die Massnahme die Bevölkerung angesichts der steigenden Energiepreise um 1,6 Milliarden Euro (1,48 Mia. Franken) entlasten. Betriebe sollen ihren Angestellten zudem einen Krisen-Boni von bis zu 1000 Euro zahlen können, die Entlastungsprämie sei steuer- und abgabefrei, liessen die Verantwortlichen an der Pressekonferenz verlauten. Es handelt sich um temporäre Massnahmen, sie gelten für zwei Monate.
Es ist nicht das erste Mal, dass die deutsche Bundesregierung aufgrund der Ausnahmesituation im Nahen Osten ein Massnahmenpaket gegen die steigenden Energiepreise schnürt: Am 1. April 2026, gut einen Monat nach Kriegsausbruch, führte Deutschland die sogenannte 12-Uhr-Regel an den Zapfsäulen ein. Diese beschränkt Tankstellen darauf, die Benzin‑ und Dieselpreise pro Tag nur noch einmal zu erhöhen – und zwar genau um 12 Uhr mittags. Ziel war ebenfalls eine Stabilisierung der Preise. Genützt hat es wenig, die Spritpreise sind weiter gestiegen. Der Unmut der Autofahrer ist dementsprechend gross.