Musk-Konzern verliert 600 Milliarden Börsenwert
SpaceX-Aktie im Sinkflug – was ist da los?

Entpuppt sich die Hype-Aktie von SpaceX als Börsenflop? Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk hat in den letzten fünf Börsentagen 16 Prozent eingebüsst. Was heisst das für Kleinanleger? Experten ordnen ein.
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Elon Musks SpaceX war vor einer Woche noch am Höhepunkt: Die Aktie notierte mit 201 Dollar weit über dem Ausgabepreis von 135 Dollar.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SpaceX-Aktie stürzt nach starkem Börsenstart um 16 Prozent ab
  • Insider-Verkäufe könnten Streubesitz bis September auf 20 Prozent erhöhen
  • 60 Mrd Dollar für Anysphere-Kauf verwässern Aktien um 3,4 Prozent
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Mit der SpaceX-Aktie geht es gerade bergab – nach einem starken Börsengang vor knapp zwei Wochen: Den ersten Handelstag an der Nasdaq beendete der gehypte Börsentitel des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk (54) mit einem Kursplus von 19 Prozent. Am letzten Dienstag kletterte die Aktie auf den Höchststand von gut 201 Dollar. Seither fällt der Kurs. Ganze 16 Prozent hat das SpaceX-Papier in den vergangenen fünf Handelstagen verloren, der Musk-Konzern büsste mehr als 600 Milliarden Dollar an Marktwert ein. Am Dienstag geht es zum Handelsstart in New York weiter runter: Die SpaceX-Aktie verliert im frühen Handel rund 3,8 Prozent.

Was ist da los? Dominik Schmidlin, Anlagechef bei der St. Galler Kantonalbank, sagt auf Anfrage von Blick: «Gewinnmitnahmen sind der Hauptgrund.» Konkret: Wer vor dem Börsengang zum Ausgabepreis von 135 Dollar einsteigen konnte, macht jetzt die Kursgewinne zu Geld. Denn trotz der Kursverluste ist die SpaceX-Aktie immer noch mehr wert – aktuell kostet sie rund 155 Dollar. Es gibt aber auch viele Verlierer, wie Schmidlin betont: «Wer in der Euphorie bei 200 Dollar zugriff, schaut nun in die Röhre.»

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Anleiheemission verunsichert Investoren

SpaceX will nun Anleihen ausgeben, um damit gut 20 Milliarden Dollar einzusammeln. Das belastet die Aktie zusätzlich, so Schmidlin. Eigentlich sei das ein Routinevorgang. Aber: «Das Timing zehn Tage nach dem Börsengang wird als ‹knapp bei Kasse› gelesen. Dabei wies SpaceX am Freitag über 100 Milliarden Dollar an Cash aus», so der Anlageexperte.

Einen weiteren zentralen Punkt sieht der Anlagechef darin, dass das Angebot von SpaceX-Aktien auf dem freien Markt in wenigen Monaten zunehmen wird. Zurzeit ist dort nur ein sehr kleiner Anteil der Unternehmensaktien überhaupt handelbar. Rund 4 bis 5 Prozent sind im sogenannten Streubesitz, wo auch Kleinanleger und Daytrader Zugriff haben.

«Sobald die Insider verkaufen dürfen, steigt der Streubesitz bis Ende September auf 20 Prozent – und damit das Vierfache von heute», erklärt Schmidlin. Ein höherer Streubesitz hat oft noch grössere Kursschwankungen zur Folge, da Kleinanleger und Daytrader typischerweise viel nervöser agieren als Grossanleger.

Anleger verwundert: Was wird das?

SpaceX hat in den ersten Tagen einen enormen Hype erlebt. «Die Euphorie rund um SpaceX und seinen Gründer Elon Musk hat mittlerweile beinahe kultartige Züge angenommen», sagt Sascha Haudenschild, Leiter Investment-Center bei der Aargauischen Kantonalbank.

Das bedeutet, dass Anleger die Aktie auch ungeachtet der dürftigen Finanzkennzahlen kauften. Denn bei SpaceX ist noch vieles unklar, was zukünftige Einnahmen angeht: Während die Satelliten-Sparte Starlink lukrativ ist, zeichnet sich bei den Weltraum- und KI-Projekten noch kein Gewinn ab. «Bei stark gehypten Unternehmen folgt nach einem raschen Kursanstieg oft eine Korrektur», bemerkt Daniel Lüchinger, Anlagechef der Graubündner Kantonalbank.

Wer an die Zukunftsperspektiven von SpaceX glaubt und daran teilhaben möchte, für den kann der Rückgang eine Einstiegschance darstellen, meint Haudenschild. «Allerdings sollte nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen», sagt der Experte.

Keine Empfehlung für Anleger

Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.

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