Die Investoren-Legende wird 96
Was Anleger über den König der Investoren wissen müssen

Warren Buffett gilt als der grösste Investor aller Zeiten. Sein Unternehmen Berkshire Hathaway hat er zu einem der wertvollsten der Welt gemacht. Heute feiert der Starinvestor seinen 96. Geburtstag. Das musst du über das «Orakel von Omaha» wissen.
Kommentieren
1/6
Feiert Geburtstag: Warren Buffett ist 96.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Starinvestor Warren Buffett feiert heute seinen 96. Geburtstag in den USA
  • Sein Vermögen beträgt rund 120 Milliarden Franken durch langfristige Investments
  • Seit 2016 grosse Apple-Investitionen
Sven_Schumann_Praktikant Wirtschaftsressort_Blick, Ringier_2-Bearbeitet.jpg
Sven SchumannRedaktor Wirtschaft

Frühstück im McDonald's und fünf Dosen Cola pro Tag: Wer sich so ernährt, wird nicht alt. Oder doch? Denn genau so sieht der Speiseplan von Starinvestor Warren Buffett aus – und dieser feiert heute seinen 96. Geburtstag.

Mit seiner Anlagestrategie hat es Buffett zum Multimilliardär gebracht. Sein Unternehmen, Berkshire Hathaway, formte er ab den 1960er-Jahren von einer kleinen, angeschlagenen Textilfirma zu einem der mächtigsten Finanz- und Industriekonglomerate der Welt. Zwischenzeitlich war Buffett der reichste Mensch der Welt. Sein Vermögen soll rund 120 Milliarden Franken betragen.

Heute feiert Warren Buffett seinen Geburtstag. Das musst du über das «Orakel von Omaha» wissen.

Diese Aktien haben ihn reich gemacht

Buffetts Liebe zu Coca-Cola ist nicht nur kulinarischer Natur. Auch finanziell ist der Investor eng mit dem Konzern verbunden. 1987 investierte Buffet eine Milliarde US-Dollar in den Konzern. Seither hat die Aktie massiv an Wert gewonnen, ist über 40-Mal wertvoller. Allein die jährlichen Dividenden spülen fast so viel Geld in die Kasse, wie Buffett ursprünglich für seine Aktien ausgegeben hat.

Ein zweites Schlüsselinvestment ist der US-Autoversicherer Geico, bei dem Buffett im Jahr 1976 eingestiegen ist. Inzwischen ist das Unternehmen eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Berkshire Hathaway. Die Einnahmen durch die verkauften Versicherungspolicen bringen Buffett zuverlässig zinsloses Kapital, das er für andere Investments einsetzen kann.

Eine weitere Erfolgsgeschichte: sein Einstieg bei Apple. Ab 2016 kaufte Berkshire Hathaway in grossem Stil Aktien des kalifornischen Techkonzerns – und machte damit grosse Gewinne. Zwischenzeitlich besass er Anteile im Wert von 137 Milliarden Franken am Unternehmen.

Das ist seine Investmentstrategie

Warren Buffett ist kein Spekulant, seine Investments legt er langfristig an. Dabei orientiert er sich am inneren Wert eines Unternehmens. Ist das Unternehmen an der Börse deutlich billiger als sein errechneter Wert, also unterbewertet, steigt er ein. Kommt er zum Schluss, dass das Unternehmen an der Börse überbewertet ist, verkauft er seine Anteile wieder.

Ein wichtiger Grundsatz seiner Investmentphilosophie: An der Börse kauft man nicht einfach eine Aktie aus Papier, sondern einen Teil eines realen Unternehmens.

So hat er seine Nachfolge geplant

Zum Jahreswechsel hat Buffett nach 60 Jahren als CEO von Berkshire Hathaway im Alter von 95 Jahren seinen Posten geräumt. Sein Nachfolger, Greg Abel (64), ist bereits seit 25 Jahren im Konzern und ein langjähriger und enger Vertrauter Buffetts. Eine Abkehr von der so erfolgreichen Anlagestrategie erwartet darum niemand.

So aktiv ist er noch

Seit seinem Rückzug als CEO ist es ruhiger geworden um das «Orakel». Ganz weg ist Buffett aber nicht. Er ist weiterhin Verwaltungsratspräsident des Unternehmens aus Omaha. Und auch operativ könnte er noch ein Wörtchen mitzureden haben: «Ich denke, ich kann weiterhin hilfreich sein», sagte er bei seinem Abgang. Es ist wahrscheinlich, dass er noch den ein oder anderen Tipp an seinen Nachfolger hat.

An den legendären Fragestunden, bei denen sich Buffett und sein 2023 verstorbener, langjähriger Geschäftspartner Charles Munger (†99) stundenlang Zeit für die Berkshire-Aktionäre genommen haben, tritt der Starinvestor kürzer. Beim Treffen im Mai war Buffett zwar anwesend, sass aber nicht mehr auf der Bühne, sondern im Publikum.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen