Hype um neue Royal Pop
«Uhren-Mafia» macht sich vor dem Zürcher Swatch-Store breit

Morgen Samstag wird in Zürich die neue Royal Pop von Swatch und Audemars Piguet lanciert. Schon jetzt warten die ersten Käufer auf die gehypten Uhren. Sie wollen vor allem eines – die Taschenuhren teuer weiterverkaufen. Plötzlich taucht auch die Stadtpolizei auf.
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Im Swatch-Store an der Zürcher Bahnhofstrasse wird morgen Samstag die neue Royal Pop lanciert.
Foto: Sven Schumann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swatch und Audemars Piguet lancieren morgen Royal Pop in Zürich
  • Organisierte Gruppen campieren Tage vor dem Store für Weiterverkauf
  • Über 1000 Personen arbeiteten zwei Jahre an diesem geheimen Projekt

Swatch und Audemars Piguet machen gemeinsame Sache. Das versetzt die Uhrenwelt in helle Aufregung! Morgen Samstag wird die neue Royal Pop, eine Taschenuhr in knalligen Farben, lanciert. Auch im Swatch-Store an der Bahnhofstrasse 69 in Zürich. Schon am Freitagmittag zeigt sich beim Besuch von Blick, wie gross der Hype ist. 

Robin (18) und Linus (19) sitzen seit 9 Uhr morgens vor dem Laden. Sie nutzen ihren freien Brückentag, um eine der begehrten Uhren zu ergattern. Diese dann selbst zu tragen, haben sie aber nicht vor. «Wir wollen die Uhr später teurer verkaufen», geben die beiden unumwunden zu. Dass es sich um eine Taschenuhr und nicht um eine Armbanduhr handelt, störe sie deswegen auch nicht.

Obwohl sie 24 Stunden vor der Türöffnung ankommen, sitzen die beiden am Ende der Schlange. Eine Gruppe mit ungefähr 15 Männern ist schon seit fünf Tagen vor Ort. Sie sind gut organisiert, führen eine Anwesenheitsliste und wechseln sich mit dem Warten ab. Auch sie sind offensichtlich hier, um die Uhr später weiterzuverkaufen. Mit Blick reden mögen sie nicht. Für ein Foto posieren schon gar nicht.

Plötzlich taucht die Polizei auf

Mohsen (36) sitzt auch in der Schlange. Um die kühle Nacht gut zu überstehen, hat er einen Campingstuhl, eine warme Jacke und einen Schlafsack mitgebracht. Ihm kommt die organisierte Gruppe komisch vor. «Sie verhalten sich wie eine Uhren-Mafia.» Im Gegensatz zu den Weiterverkäufern, sei er hier, um eine Uhr für sich und seine Frau zu kaufen. «Ich bin ein grosser Fan und habe schon mehrere Swatch-Uhren», erzählt der Iraker. 

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Am frühen Nachmittag taucht plötzlich eine Patrouille der Stadtpolizei Zürich vor dem Swatch-Store auf, wie ein Leser beobachtet hat. Die Stapo bestätigt den Einsatz kurz nach 14 Uhr auf Anfrage von Blick. Bei ihr sei von einem Anwohner die Meldung eingegangen, dass sich «Obdachlose vor seinem Hauseingang» eingenistet hätten, so eine Sprecherin. Vor Ort habe das Missverständnis dann geklärt werden können. Der Swatch-Store kümmere sich nun darum, dass die Schlange besser koordiniert sei. Wegweisungen habe es keine gegeben.

1000 Personen waren involviert

Der Bieler Uhrenhersteller Swatch selbst hat die Gerüchteküche ab dem 6. Mai mit kryptischen Posts in sozialen Medien zum Brodeln gebracht. Und so den Hype um die Kollaboration mit Audemars Piguet ausgelöst. Der 1875 gegründete Luxusuhren-Hersteller hat seinen Sitz in Le Brassus VD und produziert in Werken in Le Locle NE und Meyrin GE. Er gehört zu den renommiertesten und teuersten Uhrenherstellern der Welt und ist immer selbständig geblieben.

Umso mehr überrascht die Zusammenarbeit mit Swatch. Denn Audemars Piguet ist absolute Uhrenelite. Einstiegsmodelle von Audemars Piguet gibts ab 30'000 Franken. Das bekannteste Modell, die Royal Oak, ist eine der begehrtesten Luxusuhren der Welt. Die Wartelisten sind lang. Gebraucht sind viele Modelle teurer als beim Neukauf. Fans zahlen dafür gerne sechsstellige Beträge.

Da ist es naheliegend, dass sich das Design der Royal Pop an der ikonischen Royal Oak orientiert. Das achteckige Gehäuse, die sichtbaren Lünettenschrauben und das integrierte Armband in Kombination mit knalligen Farben: Das sorgt für Emotionen rund um die neue Taschenuhr mit dem mechanischen Uhrwerk. Erklärtes Ziel von Swatch: «Künftige Generationen in die Welt der mechanischen Uhren zu bringen». Über 1000 Leute haben zwei Jahre lang im Geheimen am Projekt gearbeitet. Schon jetzt tauchen erste Uhren auf Plattformen wie Ricardo auf – obwohl es sie erst am Samstagmorgen zu kaufen gibt. Seriös ist anders.

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