Luxus trifft Plastik-Pop
Top oder Flop? Swatch bringt Audemars Piguet... Taschenuhr

Swatch und Audemars Piguet machen gemeinsame Sache – doch statt einer günstigen Royal Oak gibts eine Pop-Art-Taschenuhr. Die Fans reagieren zwischen Hype, Spott und blankem Entsetzen.
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Ab 16. Mai in ausgewählten Swatch Stores in limitierter Auflage erhätlich: die Royal Pop.
Foto: Swatch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swatch enthüllt mit der «Royal Pop» eine Taschenuhr statt Armbanduhr
  • Limitierte Serie mit acht Designs, mechanischem Werk, Preis: rund 400 Franken
  • Verkaufsstart am 16. Mai, Fans und Uhrenwelt kontrovers gespalten
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Die Katze ist aus dem Sack. Swatch hat nach viel Gerüchtehype um eine Kollaboration mit Luxusuhrenmacher Audemars Piguet den Schleier gelüftet. Swatch bringt nicht die erwartete Biokeramik-Replika der legendären Luxusuhr mit achteckiger Lünette. Swatch bringt etwas, womit kaum jemand gerechnet hatte. Eine Taschenuhr.

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Den Namen kannte man schon länger: «Royal Pop», in Anlehnung an die legendäre Royal Oak von Audemars Piguet, die seit ihrer Einführung 1972 nie an einen Konkurrenten lizenziert wurde. Auf sozialen Medien gabs schon Versionen der Royal Pop in Hülle und Fülle – das Kultdesign in Biokeramik und Popkultur-Knallfarben.

Am späten Dienstag liess Swatch die Bombe platzen – und für viele Uhrenfans platzten gleich Träume. Taschenuhr statt Armbanduhr. Immerhin mit mechanischem Uhrwerk statt Batterie – was zumindest den gemunkelten Preis von 400 Franken eher rechtfertigt. Limitierte acht Versionen zum Auftakt, in den klassischen Lépine- und Savonnette-Taschenuhr-Stilen: offen oder mit Sprungdeckel. Lépine mit Stunden und Minuten, Savonnette mit kleiner Sekunde.

«... und schon hat man eine Armbanduhr»

Verkaufsstart ist der 16. Mai in ausgewählten Swatch Stores weltweit. Ob sich Warteschlangen wie bei den Moonswatch-Erfolgen bilden, bleibt abgewartet. Fans sind brutal gespalten. Bunte Pop-Art-Taschenuhr mit Clip und Lanyard. Fashion-Statement trifft Luxus-Parodie, ist zu hören. «Das ist, als würde man ein Ferrari-Logo auf einen Honda Civic kleben», schrieb «Business Insider» schon vor der Enthüllung. «Geniale Marketingstrategie oder Markenselbstmord?»

Audemars Piguet ist absolute Uhrenelite. Selbst gebrauchte Royal Oaks kosten Zehntausende von Franken, Wartelisten sind jahrelang. Jetzt gibts Audemars Piguet-Vibes für einen Apfel und ein Ei. Traditionalisten rasen, Händler fürchten um Exklusivität – und die Masse wollte schon jubeln. Die Taschenuhr sorgt für gewisse Ernüchterung.

In einem Kommentar zu Swatch's Royal Pop-Ankündigung auf X wird empfohlen: «Für alle, die sich darüber ärgern: Irgendjemand wird schon ein Armband dafür entwickeln», schreibt ein User. «Man muss lediglich den äusseren Ring abnehmen (er ist magnetisch befestigt) und einen neuen mit einem zusätzlichen Loch am anderen Ende für ein Armband besorgen – und schon hat man eine Armbanduhr.»

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