Grosse Migros-Revolution
Geht es jetzt den Genossenschaften an den Kragen?

Die Migros steht vor radikalen Veränderungen: Die zehn Regionalgenossenschaften sollen aufgelöst werden. Zur Debatte stehen Fusionen oder eine Einheitsgenossenschaft – eine Revolution für den orangen Riesen.
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Bei der Migros droht die Revolution: Die regionalen Genossenschaften könnten aufgelöst und ...
Foto: SVEN THOMANN

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nächster Migros-Umbau steht bevor
  • Werden die regionalen Genossenschaften verschwinden?
  • Einigung steht offenbar kurz bevor
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Christian KolbeRedaktor Wirtschaft

Es war vielleicht nur das Vorspiel zum grossen Knall bei der Migros: Der Verkauf von acht unrentablen Tochtergesellschaften Anfang 2024. Migros ohne Hotelplan, Micasa oder Sport X? Das geht, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. 

Die Migros ohne die zehn Regionalgenossenschaften? Das würde den orangen Riesen in seinen Grundfesten erschüttern! Nicht weniger als das Erbe von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler (1888–1962) stünde auf dem Spiel. Denn es war Duttweiler, der 1941 der damaligen Migros AG die heutige Genossenschaftsstruktur verpasste – nach dem föderalistischen Vorbild der Schweiz. 

Grosser Wettbewerbsnachteil

Doch gemäss «NZZ am Sonntag» wird bei der Migros im Verborgenen über die Demontage der Genossenschaften nachgedacht: «Die zehn Regionalgenossenschaften stehen zur Disposition. Glückt das Vorhaben, wäre es eine Revolution», schreibt die Zeitung. 

Der Hintergrund: Die Migros braucht eine neue Organisationsstruktur. Daran ändert der Verkauf der Tochtergesellschaften ebenso nicht wie die unter Migros-Chef Mario Irminger (61) lancierte Migros Supermarkt AG. Diese bündelt das Supermarktgeschäft der Genossenschaften und soll den Einkauf des Detailhändlers schlanker und effizienter machen. 

Doch das dürfte nicht reichen. Denn noch haben die Regionalfürsten viel Macht. Leisten sich eigene Marketingteams und andere Doppelspurigkeiten. Die Konkurrenz von Coop, Aldi und Lidl ist schlanker aufgestellt. Das ist bei den geringen Margen im Detailhandel, wo jeder Rappen zählt, ein grosser Wettbewerbsvorteil. 

Aus zehn mach eins

Laut über die Zukunft denkt die Migros mit der «Vision 2025» nach. Nur im Stillen dagegen über den Umbau der Konzernarchitektur. Denn der Revolution droht der Absturz, sollten die Pläne zu früh bekannt werden. 

Offenbar werden zwei Optionen geprüft: «Eine Reduktion von zehn auf drei Regionalgenossenschaften – wohl aufgeteilt in West-, Zentral- und Ostschweiz. Oder gar die Megafusion zur Einheitsgenossenschaft», schreibt die «NZZ am Sonntag». Eine Einigung steht offenbar kurz bevor. 

Egal welche Option sich durchsetzt: Bei der Migros bliebe kein Stein auf dem anderen. Andererseits kann es sich die Migros fast nicht leisten, diese historische Chance nicht zu packen. Sonst eilt die Konkurrenz immer weiter davon. 

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