Darum gehts
Für viele Haushalte gibt es an der Stromfront erneut etwas Entspannung: Ein typischer Haushalt zahlt 2027 im Schnitt noch 26,5 Rappen pro Kilowattstunde. Das sind 1,2 Rappen weniger als im Vorjahr, wie die Eidgenössische Elektrizitätskommission Elcom am Dienstag mitteilt.
Ein Vierpersonenhaushalt muss im nächsten Jahr im schweizweiten Durchschnitt 1194 Franken für die Stromkosten einkalkulieren – ein Rückgang um 53 Franken. Das sind jedoch immer noch knapp 30 Prozent mehr als vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs. Die Tarife haben sich stabilisiert, wenngleich sie gemäss Elcom nach wie vor auf einem recht hohen Niveau liegen.
Grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden
Der Mittelwert kann im Einzelfall aber gehörig täuschen: So gibt es nach wie vor grosse Unterschiede zwischen den Gemeinden. Wobei der grössere Teil der Bevölkerung aufatmen kann, wie der Blick in die interaktive Karte zeigt, die den Strompreis für jede einzelne Gemeinde ausweist.
Am höchsten fällt der Strompreis in Kestenholz SO aus: Nach einem Anstieg um 2,3 Rappen kostet dort die Kilowattstunde neu 45,9 Rappen. Das macht bei einem Vierpersonenhaushalt mit Elektroherd und Wäschetrockner aber ohne Elektroboiler 2065 Franken pro Jahr. In Niederhelfenschwil SG geht der Preis um 6 Rappen hoch auf 45,8 Rappen. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent.
Deine Gemeinde suchen
Hier findest du heraus, ob du zu den Gewinnern oder zu den Verlierern der Strompreisrunde 2027 gehörst. Immerhin: Die meisten Gemeinden sind in diesem Jahr auf der Gewinnerseite, wie die interaktive Tabelle zeigt.
Fast 80 Prozent günstiger als die Spitzenreiter
Am günstigsten ist der Strom in den beiden Bündner Gemeinden Ferrera und Rongellen. Dort zahlt ein typischer Haushalt gerade mal 10,6 Rappen pro Kilowattstunde und muss pro Jahr nur rund 475 Franken für den Strom hinblättern – das ist fast 80 Prozent weniger als bei den Spitzenreitern.
Die leicht sinkenden Tarife sind im Wesentlichen auf die günstigeren Energiepreise zurückzuführen: So fallen vielerorts besonders teure Beschaffungsverträge aus der Berechnung. Der Netztarif hingegen steigt im Schnitt leicht an.
Hier siehst du in der Übersicht, wie viel du in deiner Gemeinde im nächsten Jahr bezahlst:
Der Grund: Bei einigen Anbietern schlagen Investitionen in die Netzinfrastruktur schwer ins Gewicht. Darunter fallen beispielsweise Stromzähler, aber auch notwendige Netzausbauten, weil auf immer mehr Dächern Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Im Winter führt zudem die Umrüstung auf Wärmepumpen zu deutlichen lokalen Verbrauchsspitzen.