Darum gehts
- Wasserschäden vermeiden: Hauptwasserventil abdrehen und alte Leitungen überprüfen
- Geräte ausstecken und Boiler ausschalten, um Stromschäden und -kosten zu minimieren
- Einbruchschutz: Nachbarn Briefkasten leeren lassen, Beiträge in sozialen Medien vermeiden
Die Koffer sind gepackt, die Pässe liegen bereit, die Vorfreude ist enorm: Der Start in die Ferien ist immer aufregend. Doch bevor der Schlüssel im Schloss gedreht wird, sollte dein Zuhause ferienbereit gemacht werden. Ein unbemerkter Rohrbruch, ein Kurzschluss oder verdorbene Lebensmittel im Kühlschrank können schnell Hunderte Franken Schaden verursachen. Das trübt auch die schönsten Ferienerinnerungen. Mit diesen vier einfachen Tipps reist du absolut entspannt und schützt dich vor teuren Überraschungen.
Der grösste Feind: Wasser und alte Leitungen
Wasser ist die häufigste Ursache für Schäden in leerstehenden Wohnungen. Viele unterschätzen, wie stark der Wasserdruck in den Leitungen schwanken kann. Alte Schläuche am Boiler, der Waschmaschine oder unter dem Lavabo geben oft genau dann nach, wenn niemand zu Hause ist. Deshalb ist der wichtigste Schritt, das Hauptwasserventil in der Wohnung zu schliessen.
Falls es klemmt oder du es nicht findest, sollten die einzelnen Absperrventile an Lavabo, Spülbecken, Waschmaschine und WC zugedreht werden. So kannst du sichergehen, dass du keine beschädigten Parkettböden, Möbel oder verärgerte Nachbarn vorfindest, denen du die Reparaturkosten erstatten musst.
Elektronik schützen und Strom sparen
Ein weiteres grosses Risiko: die Stromversorgung. Gerade im Sommer kommt es häufig zu plötzlichen Gewittern mit starken Stromstössen, die Fernseher, Computer und Router dauerhaft beschädigen können. Das vollständige Ausstecken aller Geräte schützt nicht nur vor Überspannungsschäden, sondern verhindert auch den sogenannten Vampir-Stromverbrauch. So wird während der Abwesenheit auch Geld gespart.
Der Boiler sollte am Hauptschalter ausgeschaltet werden. Beim Kühlschrank ist Vorsicht geboten: Ältere Modelle sollten komplett geleert, abgetaut, ausgeschaltet und mit leicht geöffneten Türen zurückgelassen werden, um Schimmelbildung und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Moderne Geräte verfügen oft über einen Energiesparmodus, der eine minimale Temperatur hält und Gerüche verhindert.
Clever gegen Einbrecher
Die Sicherheit der Wohnung hat oberste Priorität. Ein häufiger Fehler ist das Teilen von Ferienfotos oder das Veröffentlichen von Fotos des Reisepasses und Hotelstandorten in sozialen Netzwerken. Solche Informationen sind eine Einladung für Einbrecher, die Profile genau beobachten. Es ist sicherer, Fotos erst nach der Rückkehr zu posten. Um den Eindruck zu erwecken, dass jemand zu Hause ist, können smarte Lampen oder günstige Zeitschaltuhren verwendet werden, die abends für einige Stunden angehen.
Ausserdem sollte ein vertrauenswürdiger Nachbar oder Verwandter gebeten werden, regelmässig den Briefkasten zu leeren. Ein überquellender Briefkasten mit Werbezetteln und Post ist das deutlichste Zeichen für Einbrecher, dass die Wohnung längere Zeit unbewohnt ist.
Kein unangenehmer Geruch bei der Rückkehr
Grundlegende Hygiene und Luftzirkulation dürfen nicht vernachlässigt werden. Vor der Abreise muss sämtlicher Müll aus der Wohnung entfernt werden. Bei sommerlichen Temperaturen werden Essensreste schnell zum Nährboden für Bakterien, Fruchtfliegen und Ungeziefer. Alle Fenster sollten fest verschlossen sein, damit plötzlicher Sommerregen oder starker Wind keine Überschwemmungen oder Glasbruch verursachen.
Innen hingegen sollten alle Türen, inklusive der Waschmaschinentür und Schranktüren, weit geöffnet bleiben. So kann die Luft frei zirkulieren. Dann erwartet dich bei der Rückkehr nicht der typische, muffige Geruch einer geschlossenen Wohnung, sondern ein frisches Raumklima, das sofort zum Entspannen und Auspacken einlädt.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.