Eintritt während 60 Tagen
Venedig kassiert Millionen-Summe mit Tagestouristen

Seit 2024 erhebt die italienische Tourismus-Hochburg Venedig Eintrittsgebühren von Tagestouristen. Während 60 Tagen war die Gebühr 2026 fällig. Die Stadt besserte ihre Kasse damit deutlich auf. Geht es nach dem neuen Bürgermeister, wird es in Zukunft deutlich mehr.
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Venedig ist einer der beliebtsten Touristen-Hotspots in Italien.
Foto: imago/imagebroker

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Venedig erhebt seit 2024 Tourismusgebühr von Tagestouristen mit QR-Code
  • 650'000 Personen bezahlten, Einnahmen über 5 Millionen Euro
  • 2027 könnte Gebühr auf 50 Euro steigen, Entscheidung noch ausstehend
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Kaum eine Stadt hat so sehr mit Massentourismus zu kämpfen wie Venedig. Die Einwohner sind hässig – auch weil sich manche Touristen sparsam zeigen und kaum Geld in der Stadt ausgeben. Weniger als 50'000 Menschen leben in der Lagunenstadt im Norden Italiens, 2025 überstieg die Besucherzahl 34,5 Millionen. Um die Touristenströme zu steuern, erhebt die Stadt seit 2024 testweise eine Gebühr für Tagestouristen. 

In diesem Jahr mussten Tagesgäste zwischen April und letztem Sonntag an 60 ausgewählten Tagen eine Eintrittsgebühr berappen. In den 60 Tagen bezahlten 650'000 Menschen die Eintrittsgebühr, wie die italienische Metropole in einer Medienmitteilung bekanntgibt. Der laut vorläufigen Angaben erzielte Umsatz in der Stadtkasse: mehr als 5 Millionen Euro. Die Stadt zieht denn auch ein positives Fazit: Sie stellte rückläufige Besucherzahlen an den Spitzentagen der früheren Jahre fest.

Mit QR-Code in die historische Altstadt gelangen

Die Gebührenerhebung verläuft so: Wer zwischen 8.30 Uhr und 16.00 Uhr auf die Hauptinseln von Venedig will, muss im Vorfeld im Internet einen QR-Code erwerben. Im Voraus buchen zahlt sich aus: Mindestens drei Tage vor Ankunft kostet der Eintritt 5 Euro, kurzfristigere Entscheidungen kosten 10 Euro. Bei der Ankunft wird der QR-Code von Kontrolleuren an den Hauptzugangspunkten überprüft.

Die Gebühr zielt nur auf Tagestouristen ab. Jene Touristen, die in Venedig oder auf dem umliegenden Festland übernachten, müssen nicht bezahlen. Sie müssen sich aber auch einen Online-QR-Code holen, um zu beweisen, dass sie von der Gebühr befreit sind.

Steht ein dramatischer Anstieg der Gebühr bevor?

Venedig war 2024 die erste Stadt der Welt, die eine solche Gebühr eingeführt hat. Schon im ersten Jahr nahm die Stadt damit 2,4 Millionen Euro ein, 2025 waren es dann auch 5 Millionen Euro. Und in Zukunft könnte es noch deutlich mehr werden. Denn Simone Venturini (38), seit Mai Bürgermeister von Venedig, machte eine höhere Gebühr schon zum Wahlkampfthema. Und will das Versprechen jetzt auch umsetzen: Er will die Gebühr «an bestimmten Tagen auf 30 bis 50 Euro anheben», sagte der neue Bürgermeister Mitte Juni.

Ob die Gebühr auch im Sommer 2027 und in den Folgejahren zum Einsatz kommen wird, muss noch von der Stadtregierung und dem Stadtrat entschieden werden. Will Venturini die Gebühr drastisch erhöhen, braucht er aber die Zustimmung von der italienischen Regierung in Rom.

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