Darum gehts
- Rund 25'000 Menschen protestierten in Palma am Sonntag gegen Massentourismus
- Mindestens acht Verletzte nach Polizeikonflikten, zwei im Spital behandelt
- Demonstrierende fordern Touristenbegrenzung wegen Wohnungsnot und Umweltbelastung
«Mallorca overbooked» oder «Massentourismus zerstört unser Land» stand auf den Schildern und Plakaten der Demonstrierenden. Rund 25'000 Menschen zogen am Sonntag auf Mallorca auf die Strasse, um gegen den Massentourismus auf der spanischen Insel zu protestieren.
Die Menschenmasse versammelte sich in Palma, der Hauptstadt der Insel. Der Zeitpunkt der Demonstration wurde von den Organisatoren bewusst gewählt. Ende Juli und Anfang August gelten als die Zeit mit den meisten Touristen. Bereits zum dritten Mal in Folge wurde zu Demonstrationen aufgerufen, wie unter anderem SRF berichtet.
Mindestens acht Verletzte nach Eskalation
Die Proteste begannen zunächst friedlich. Gegen Ende der Demonstration kam es jedoch zu Zusammenstössen mit der Polizei. Die Beamten sollen den Demonstrierenden den Zugang zu einem Platz verweigert haben, auf dem ein Manifest verlesen wurde.
Mindestens acht Demonstrierende wurden bei der Auseinandersetzung laut mehreren spanischen Medien verletzt. Die Polizei soll unter anderem Gummischrot gegen die Demonstrierenden eingesetzt haben. Zwei der Verwundeten mussten ins Spital gebracht werden.
Die Protestierenden fordern insbesondere eine Begrenzung der Urlauberzahl. Sie machen den wachsenden Tourismus und die damit verbundene steigende Anzahl von Ferienwohnungen für die Wohnungsnot auf der Insel verantwortlich. Menschen mit einem durchschnittlichen Einkommen würden sich auf Mallorca kaum noch ein Zuhause leisten können. Weiter sorgt der Massentourismus in den Augen der Demonstranten für Verschmutzung, Staus und Lärm.