Deftiger Aufpreis
Darum kostet der Cappuccino mit Haferdrink deutlich mehr

Einen Franken mehr für den Cappuccino mit Hafermilch? Viele Cafés verlangen einen happigen Aufpreis für pflanzliche Milchersatzprodukte. Das ärgert Umweltaktivisten.
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Häufig teurer als mit Kuhmilch: ein mit Haferdrink zubereiteter Cappuccino.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Pflanzliche Milch in Schweizer Cafés teurer als Kuhmilchoptionen
  • Hafermilch kostet bei Steiner Flughafebeck 60 Rappen mehr
  • Starbucks integriert Pflanzenmilchkosten bei Getränkepreisen von 6–9 CHF
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Caroline Freigang
Beobachter

Immer mehr Kunden trinken ihren Kaffee mit pflanzlicher Milch. Sprich: mit Milchersatz aus Hafer, Soja, Mandeln oder Erbsen. Darum bieten die meisten Cafés mittlerweile mehrere Milchoptionen an. Nur: Meistens verlangen sie für die pflanzlichen Produkte einen saftigen Aufpreis.

So kostet der Cappuccino bei der Zürcher Bäckereikette Steiner Flughafebeck 60 Rappen extra, wenn man ihn mit Hafermilch bestellt. Bei Ralph’s Coffee, dem neuen Café des Luxuskleidergeschäfts Ralph Lauren am Zürcher Paradeplatz, beträgt der Aufpreis sogar einen Franken.

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Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.

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Cafés verweisen auf Einkaufspreis und Mehraufwand

Hafermilch sei im Vergleich zu Kuhmilch mehr als doppelt so teuer im Einkauf, teilt Flughafebeck auf Nachfrage des Beobachters mit. Zudem sei die Zubereitung aufwendiger. Bei der Kuhmilch laufe diese in einem Arbeitsschritt direkt über die Maschine. Die Hafermilch müsse separat einzeln aufgeschäumt werden, was zu einem Mehraufwand führe. Auch Ralph’s weist auf «Unterschiede in der Beschaffung und Verarbeitung» hin.

Der höhere Preis für pflanzliche Milchersatzdrinks führe dazu, dass Menschen tendenziell die Kuhmilchvariante wählten, sagt Greenpeace-Schweiz-Sprecherin Michelle Sandmeier zum Beobachter. So falle in den Gastrobetrieben durch angebrochene Milchalternativen eher Foodwaste an.

Sandmeier zufolge dürfte es eigentlich keinen Preisunterschied geben. Nur dann hätten Kundinnen und Kunden wirkliche Wahlfreiheit. Sie fügt hinzu: «Würden die wahren Kosten inklusive der Umweltkosten berücksichtigt, wäre die Kuhmilch teurer als Milchalternativen.»

Keinen Aufpreis zahlen Kunden für Milchalternativen beim Kaffeegiganten Starbucks. Allerdings dürfte dieser bei den stolzen Preisen – oft um die 6 bis 9 Franken pro Getränk – bereits eingepreist sein.

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