Darum gehts
Zug fahren in der Schweiz gilt als teuer – doch wer das Tarifsystem durchschaut, kann viel sparen. Allerdings ist es nicht leicht, sich im Dschungel aus Halbtax, Sparbilletten und Tageskarten zurechtzufinden. Mit dieser Anleitung des Beobachters findest du das günstigste Ticket.
Tipp 1: Der Klassiker – das Halbtax
Das Halbtaxabo für 190 Franken ist der Klassiker in vielen Schweizer Portemonnaies. Wer viermal im Jahr in der zweiten Klasse von Zürich nach Genf und zurück fährt, hat die Kosten bereits gedeckt. Wenn man das Halbtax nahtlos erneuert, kostet es 170 Franken im Jahr. Die Rechnung ist simpel: Das Abo halbiert die Ticketpreise und lohnt sich ab einem jährlichen Reisebudget von 380 Franken zum Normaltarif. Zusätzlich gibt es fünf Franken Rabatt bei Rent a Bike und zehn Prozent Ermässigung bei Europcar.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
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Tipp 2: Früh buchen, Hauptzeiten meiden
Je früher du buchst, desto grösser die Chance auf ein Schnäppchen. Die SBB bieten neben regulären Tickets auch Sparbillette mit bis zu 50 Prozent Rabatt an – allerdings nur in begrenzter Zahl. Wenn sie ausverkauft sind, gibt es keine mehr. Die SBB-Website und die App «SBB Mobile» zeigen automatisch an, ob für eine Verbindung Sparbillette verfügbar sind. Sparbillette helfen den SBB, Passagierströme gleichmässiger zu verteilen und Spitzenzeiten zu entlasten. Wer flexibel ist, reist abseits der Stosszeiten und spart.
Beispiel: Die Strecke Zürich–Bern kostet Fr. 26.50 (Abfahrt 12.32 Uhr, Halbtax, einfach, zweite Klasse), wenn du sofort reist. Buchst du zwei Monate im Voraus, zahlst du mit einem Sparbillett beispielsweise nur Fr. 18.60.
Achtung: Sparbillette gelten nur für die gebuchte Verbindung, nicht für Hin- und Rückfahrt. Wenn du das Sparbillett mit Log-in kaufst, kannst du es innert 30 Minuten selber erstatten lassen. Ansonsten sind Sparbillette nur in Ausnahmefällen erstattbar, falls du die Reise nachweislich nicht antreten kannst und über ein ärztliches Reiseunfähigkeitszeugnis verfügst.
Tipp 3: Sparbillette oder Spartageskarte?
Vergleiche: Bei längeren Strecken oder mehreren Umstiegen kann eine Spartageskarte günstiger sein als ein Sparbillett. Die Spartageskarte gilt den ganzen Tag im Geltungsbereich des Generalabonnements – auch für Tram, Bus und Postauto. Hier gilt ebenfalls: Früh kaufen spart Geld. Besonders lohnt sich die Spartageskarte bei kombinierten Teilstrecken.
Beispiel: Wer von Basel nach Sörenberg fährt, nach Brienz wandert und von dort wieder den Zug zurück nach Basel nimmt, zahlt mit Sparbilletten für die Reise Fr. 52.80 (Reisedatum 30. Mai 2026, Halbtax, zweite Klasse). Eine Spartageskarte gibt es an diesem Tag für 44 Franken.
Achtung: Auch Spartageskarten sind nicht erstattbar.
Tipp 4:Noch günstiger – die Spartageskarte Gemeinde
Viele Gemeinden bieten vergünstigte Tageskarten mit dem gleichen Geltungsbereich wie die Spartageskarten an. Frage bei deiner Gemeindeverwaltung nach oder prüfe online, ob deine Gemeinde oder eine Gemeinde in deiner Nähe die Spartageskarte Gemeinde verkauft.
Beispiel: Für den 30. Mai 2026 kostet die Spartageskarte Gemeinde 39 Franken (Halbtax, zweite Klasse). Die ordentliche SBB-Tageskarte für diesen Tag kostet dagegen 44 Franken.
Achtung: Diese Tageskarten sind kontingentiert. Wenn das nationale Kontingent erschöpft ist, gibt es keine Tickets mehr. Bei der Abgabe werden Name und Geburtsdatum erfasst, Weitergabe oder Verkauf sind ausgeschlossen. Manche Gemeinden beschränken den Verkauf auf Einwohner oder erheben eine Servicegebühr. Erstattungen sind nur in Ausnahmefällen möglich.
Preise abgerufen am 29. Januar 2026.