Audio-Aufnahme im Auto
Uber schützt Fahrgäste vor eigenen Fahrern

Immer wieder kommt es zu Übergriffen bei Uber-Fahrten. Damit sich die Fahrgäste auf ihrer Fahrt sicherer fühlen, führt das Unternehmen deshalb eine neue Funktion ein. Neu kann der Ton während der Fahrt aufgezeichnet und im Anschluss mit Uber geteilt werden.
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Über die Uber-App buchen jeden Tag Millionen von Menschen weltweit eine Fahrt.
Foto: imago images/imagebroker

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Uber-App hat eine neue Funktion
  • Fahrgäste können ihre Fahrt in der App aufzeichnen
  • Damit soll ihr Sicherheitsgefühl erhöht werden
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Sven SchumannRedaktor Wirtschaft

Die Uber-App hat eine neue Funktion: Jetzt haben Fahrgäste die Möglichkeit, Gespräch und Ton während ihrer Fahrt direkt in der App aufzuzeichnen. Falls es zu einem Vorfall kommt, können sie die Audio-Aufzeichnung im Anschluss mit Uber teilen. Das soll laut dem Fahrdienstleister für zusätzlichen Schutz und ein höheres Sicherheitsgefühl bei den Gästen sorgen. «Wir suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten, dass sich Fahrgäste auf ihren Fahrten sicherer fühlen», sagt Uber-Schweiz-Chef, Jean-Pascal Aribot. Schon heute hat die App einen Notfallknopf und die Möglichkeit, den eigenen Standort mit Freunden oder Familie zu teilen.

Der Grund für den Schritt: Immer wieder kommt es bei Fahrten zu sexuellen Übergriffen. Im November hat das Bezirksgericht Zürich den Uber-Fahrer Kenan T. unter anderem wegen sexueller Nötigung schuldig gesprochen. Er hat zwischen April und Juli 2024 in Zürich drei Frauen sexuell missbraucht. Aufgrund solcher Vorfälle fühlen sich viele Frauen nicht sicher, eine Fahrt über die App zu buchen.

Privatsphäre gewährleistet

Auch in den USA kämpft Uber immer wieder mit Anschuldigungen gegenüber seinen Fahrern. Zwischen 2017 und 2022 soll der Fahrdienstleister durchschnittlich fast alle acht Minuten eine Meldung über einen sexuellen Übergriff oder sexuelles Fehlverhalten erhalten haben. Das berichtete die «New York Times».

«Die Funktion gibt den Fahrgästen die volle Kontrolle und hilft uns gleichzeitig dabei, nach einem sicherheitsrelevanten Vorfall die bestmögliche Aufklärung zu gewährleisten», sagt Aribot. Die Aufzeichnung könne gemäss Uber von den Fahrgästen vor oder während der Fahrt gestartet werden. Die Fahrer haben dabei kein Mitspracherecht. Nur wenn die Funktion schon vor der Abholung aktiviert wird, erhalten die Fahrer eine Mitteilung – und können die Fahrt auch ablehnen. 

Uber betont, dass Datenschutz und Privatsphäre gewährleistet seien. Die Fahrt werde nur aufgezeichnet, wenn die Nutzer vorab ausdrücklich zustimmen und die Aufzeichnung manuell starten. Ausserdem seien die Aufnahmen verschlüsselt und könnten nicht extern weitergegeben oder verändert werden. Uber erhält die Aufnahmen, wenn der Fahrgast diese innerhalb von 14 Tagen freigibt – danach ist diese gelöscht.

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