Auch Touristenorte betroffen
Ägypten ordnet neue Regeln für Restaurants und Läden an

Die steigenden Energiekosten belasten die ägyptische Wirtschaft. Das Land reagiert nun mit Einschränkungen, die auch Touristen zu spüren bekommen. Die temporären Verbote gelten ab Ende März.
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Die steigenden Energiekosten belasten das Portemonnaie vieler Ägypter.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ägypten verkürzt ab 28. März Öffnungszeiten wegen Energiekrise und Nahost-Konflikt
  • Geschäfte schliessen um 21 Uhr, Beleuchtung und Homeoffice-Regeln werden angepasst
  • Gaspreise verdreifacht, Öl über 100 Dollar pro Barrel, einmonatige Massnahmen
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Blick Wirtschaftsdesk

Ägypten verhängt angesichts der anhaltenden Energiekrise und der Folgen des Kriegs im Nahen Osten neue Beschränkungen. Die Regierung hat landesweit angeordnet, dass Geschäfte und Restaurants früher schliessen müssen. Diese Massnahmen treten Ende März in Kraft – und gelten auch für beliebte Touristenorte.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen in Nahost wirken sich auf das tägliche Leben in allen Ländern aus. Ägyptens Beschränkungen, die sich sowohl an Touristen als auch an Einwohner richten, sind eine Reaktion auf steigende Energiekosten und geopolitische Spannungen. Die Behörden führen die Notwendigkeit, den Energieverbrauch zu senken, als Grund für diese Entscheidung an.

Geschäfte schliessen eine Stunde früher

Die Änderungen sind vorübergehend, werden aber voraussichtlich mehrere Sektoren betreffen. Nach den neuen Vorschriften müssen Geschäfte, Restaurants und Einkaufszentren spätestens um 21 Uhr schliessen – ausser am Donnerstag und am Freitag, wenn die Betriebe bis 22 Uhr geöffnet bleiben dürfen.

Die Vorschriften treten am 28. März in Kraft und sollen mindestens einen Monat lang gelten – im gesamten Land, einschliesslich der wichtigsten Touristenziele. Premierminister Mustafa Madbuli (59) bezeichnete die Situation als «sehr schwierig» und erklärte: «Wir stehen vor einer wahrhaft aussergewöhnlichen Krise, deren Auswirkungen weltweit schwerwiegend sein werden.»

Auch Strassenlaternen betroffen

In seinen Ausführungen wies Madbuli auf einen starken Anstieg der Importkosten für Gas und Kraftstoff hin. Die Gaspreise haben sich fast verdreifacht und der Ölpreis ist teilweise auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Als Reaktion darauf führt die Regierung neben verkürzten Geschäftsöffnungszeiten weitere Energiesparmassnahmen ein.

Die öffentliche Beleuchtung wird zurückgefahren, es betrifft etwa Strassenlaternen und Werbetafeln am Strassenrand. Die Regierung erwägt zudem, für Beschäftigte im öffentlichen Dienst an ein oder zwei Tagen pro Woche Homeoffice einzuführen. Systemrelevante Sektoren wie Industrie und Gesundheitswesen sind davon ausgenommen, um die wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten.

Auch touristische Hotspots wie Hurghada und Sharm el-Sheikh unterliegen diesen Einschränkungen. Heisst: Auch Feriengäste müssen sich auf kürzere Öffnungszeiten von Restaurants und Geschäften einstellen. Die Massnahmen wirken sich insbesondere auf die Pläne am Abend und das Nachtleben aus.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Fakt.pl. Die polnische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag. 

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