Darum gehts
- Zwischen der Schweiz und den USA gibt es nach wie vor keinen Durchbruch in den Verhandlungen zum neuen Zollabkommen
- Seit November 2025 gilt der reduzierte Zollsatz von 15 Prozent
- Für den Abschluss des Abkommens wurde keine neue Frist festgelegt
Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA zu einem neuen Zollabkommen dauern an. Man habe zuletzt «angenehme» Gespräche über alle «positiven und negativen» Punkte geführt, erklärte Bundespräsident Guy Parmelin (66) am Freitagnachmittag (Ortszeit) in Washington vor mehreren Schweizer Medien. Einen Durchbruch kann er aber keinen verkünden.
Parmelin ist zum Frühlingstreffen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds in die US-Hauptstadt gereist. Mit dabei war auch Seco-Chefin Helene Budliger Artieda (61). Die Schweizer Delegation hat sich mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer (45) getroffen, um weiter über das Abkommen zu diskutieren. Nach dem halbstündigen Gespräch hielt sich der Wirtschaftsminister aber bedeckt. Details wollte er demnach keine nennen – «wer kommentiert, verliert», so Parmelin. Nur so viel: «Wir haben noch Arbeit vor uns.»
Amis haben keine neue Frist für Verhandlungsende gesetzt
Seit mittlerweile fünf Monaten ist der reduzierte Zollsatz von 15 statt 39 Prozent auf Schweizer Ausfuhren in die USA in Kraft. Die genauen Details gilt es aber nach wie vor auszuarbeiten. Eigentlich sollte dies bis Ende März abgeschlossen sein. Darauf drängten die Amerikaner. Die Frist ist nun verstrichen, eine neue habe Greer nicht gesetzt, sagt Parmelin. Es gehe aber nicht darum, schnell oder langsam voranzukommen, sondern Klarheit zu haben. Beide Seiten hätten natürlich ein Interesse daran, die offenen Punkte rasch zu klären. Wann der Bundespräsident wieder nach Washington zurückkehrt, liess er ebenfalls offen.