Alternative zu Strasse von Hormus
Dubai plant den Bau eines neuen Mega-Hafens für Öl

Die Strasse von Hormus bleibt ein Pulverfass: US-Präsident Donald Trump will die Kontrolle über die Meerenge übernehmen – und dort eine saftige Gebühr einführen. Derweil hegen die Vereinigte Arabische Emirate ganz andere Pläne.
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Der Hafen Jebel Ali unweit von Dubai bekommt Konkurrenz: An der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate soll ein neuer Hafen entstehen, um die gefährliche Strasse von Hormus zu umgehen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neuer Hafen in Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll helfen, die Strasse von Hormus zu umgehen
  • US-Präsident Trump verlangt Schutzgeld für Schiffe in der gefährlichen Meerenge
  • Bauzeit von 1,5 Jahren geplant
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Die Strasse von Hormus ist derzeit das gefährlichste Nadelöhr der Welt. Die USA und der Iran bekriegen sich wegen der strategisch so wichtigen Meerenge. Jetzt grätschen aber die Vereinigten Arabischen Emirate dazwischen: So plant der Hafenbetreiber DP World nun einen neuen Hafen an der Ostküste des Golfstaates, wie die britische Tageszeitung «Financial Times» berichtet.

Die Emirate hängen derzeit wirtschaftlich stark vom Hafen Jebel Ali ab. Von dort aus verschifft das Land sein Öl und andere Güter in den Rest der Welt. Das Problem: Der Hafen liegt südwestlich von Dubai, an der Westküste des Golfstaates. Damit die grossen Tanker von dort ins Arabische Meer gelangen, müssen sie deshalb zuerst die Strasse von Hormus passieren. Mit dem neuen Hafen weiter östlich wäre das nicht mehr nötig. Der Scheich-Staat könnte sich somit viele Sorgen sparen. Und damit die USA und den Iran aushebeln.

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Der neue Hafen passt gut in die Strategie der Emirate, ihre Wirtschaft gegen künftige Angriffe auf die Meerenge schützen zu wollen. Entsprechend geht das Land das Projekt forsch an. Innerhalb von 18 Monaten soll der Hafenbau abgeschlossen sein, zitiert die «Financial Times» eine mit den Plänen vertraute Person.

Trump verlangt Schutzgeld

Die Strasse von Hormus ist in den jüngsten Tagen immer wieder gross in den Schlagzeilen. So will US-Präsident Donald Trump (80) nun die Meerenge «übernehmen» und Gebühren verlangen, damit Schiffe sicher passieren können. Konkret verlangt er Gelder für den Schutz der passierenden Schiffe in der Höhe von 20 Prozent der beförderten Fracht. Trump sieht die Rolle der USA als «Schutzengel der Meerenge» – ein geopolitisches Himmelfahrtskommando, das bisher passive Supermächte wecken und in den Krieg hineinziehen könnte.

Um die Kontrolle über die wichtige Handelsroute zu erlangen, bombardieren die USA den Iran fast täglich. Ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Bisher hat Trump keinen Zeitplan für die «militärische Auseinandersetzung» mit dem Iran offengelegt. Die Vereinigten Arabischen Emiraten verfolgen darum nun ganz eigene Pläne.

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