Briefe verschicken wird teurer. Die Post und der Preisüberwacher haben sich auf neue Tarife geeinigt. Ab dem 1. Januar 2027 kostet ein Standardbrief mit A-Post neu 1.40 Franken statt bisher 1.20 Franken. Das schreibt die Post in einer Medienmitteilung. Für einen B-Post-Brief werden neu 1.10 Franken statt 1 Franken fällig. Die neuen Preise gelten bis Ende 2029.
Nicht betroffen sind Paketkunden. Die Preise für Privatpersonen und KMU bleiben unverändert. Auch der Online-Rabatt von 1.50 Franken sowie die kostenlose Abholung von online frankierten Paketen mit «pick@home» bleiben bestehen.
Deutlich weniger Briefe verschickt
Als Hauptgrund nennt die Post den massiven Rückgang der Briefpost. Seit 2010 seien zwei von fünf Briefen verschwunden. Gleichzeitig verursache die schweizweite Grundversorgung weiterhin hohe Kosten. Allein mit Sparmassnahmen lasse sich diese Entwicklung nicht mehr auffangen.
«Eine moderate Preisanpassung ist unumgänglich, um weiterhin einen starken und eigenfinanzierten Service public sicherzustellen», sagt Post-Chef Pascal Grieder (49). Trotz der Erhöhung gehörten die Schweizer Brieftarife kaufkraftbereinigt weiterhin zu den günstigsten Europas.
Zusätzliches Paketzentrum in Frauenfeld
Parallel dazu investiert die Post weiter in ihre Infrastruktur. So entsteht in Frauenfeld TG ein zusätzliches Paketzentrum, bestehende Logistikzentren werden modernisiert. Zudem treibt die Post die Digitalisierung voran. Seit April 2026 können Privatkunden Briefe auch digital über die Post-App empfangen.
Eine weitere Änderung betrifft das Briefgewicht: Künftig gilt für Standardbriefe die Kategorie bis 50 Gramm statt wie bisher bis 100 Gramm. Damit entfällt im Monopolbereich die Mehrwertsteuerpflicht auf diese Sendungen.
Mit der Einigung zwischen Post und Preisüberwacher stehen die Tarife für die nächsten drei Jahre fest.
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