Darum gehts
- Zoo Zürich plant Parkhaus mit 1200 Plätzen unter dem Sportplatz Fluntern
- Tramverlängerung und Seilbahn sollen zusätzlich Verkehrsprobleme am Zürichberg beheben
- 2025 besuchten 1,3 Millionen Menschen den Zoo
Der Zoo Zürich zieht immer mehr Besucher an. 2025 verzeichnete er 1,3 Millionen Gäste. Von diesen reisen längst nicht alle mit dem Tram oder dem Bus an, sondern mit dem Auto. Gerade an gut besuchten Tagen ist das Verkehrschaos mit Staus vorprogrammiert. Denn die total 1200 Parkplätze sind in der ganzen Umgebung verteilt – auch in den Quartieren. Doch damit soll bald Schluss sein.
Der Zoo plant den verkehrstechnischen Befreiungsschlag. Und zwar mit dem Gestaltungsplan für den Ausbau bis 2050. Dieser enthält ein Verkehrskonzept, das einige Änderungen mit sich bringt. Die in der Umgebung verstreuten Parkplätze sollen verschwinden – und kommen unter die Erde. Konkret: Direkt unter dem ASVZ-Sportplatz Fluntern ist ein unterirdisches Parkhaus mit 1200 Plätzen geplant.
Wie teuer die neue Tiefgarage sein wird, ist noch offen, wie ein Zoo-Sprecher auf Anfrage von Blick sagt. Die Detailplanung stehe noch aus, deshalb könne sich noch einiges ändern. Der Gestaltungsplan liegt nun für 60 Tage öffentlich aus. Danach muss die Stadt grünes Licht für das Parkhaus geben, weil es auf städtischem Land geplant ist. Die Stadtregierung steht hinter dem Projekt, das Parlament muss noch darüber befinden.
Tramverlängerung und Seilbahn sollen mithelfen
Wenn die oberirdischen Parkfelder rund um den Zoo verschwinden, wird eine 1,5 Hektar grosse Fläche zwischen der aktuellen Tramhaltestelle und dem Eingang des Zoos frei. Darum soll die Tramlinie verlängert werden, um die Besucher noch näher beim Zoo abzusetzen.
Ebenfalls im Gestaltungsplan enthalten ist ein anderes kontroverses Projekt: die umstrittene Zooseilbahn. Geht es nach dem Zoo, gondeln Besucher künftig in nur 7 Minuten vom Bahnhof Stettbach direkt auf den Zürichberg. Geplant sind 44 Gondeln für je 10 Personen. Der Zoo argumentiert: Wird die Tramlinie bis zur Bergstation verlängert, entsteht die perfekte Anbindung an das städtische ÖV-Netz.
Streit wegen Pantanal-Voliere
In den nächsten 25 Jahren soll sich der Zoo Zürich stark entwickeln. Er baut jetzt schon an der Zukunft: Im Frühling 2024 erfolgte der Baustart der neuen Pantanal-Voliere, die 35 Meter hoch und eineinhalb Fussballfelder gross wird.
Doch beim künftigen Zuhause für Flamingos, Papageien, Tapire und Ameisenbären läuft nicht alles nach Plan: Ende 2025 verzögerte sich das Millionenprojekt nach einem heftigen Krach zwischen dem Zoo und der beauftragten Stahlbaufirma Baltensperger aus Höri ZH. Mittlerweile ist eine ausländische Firma für die Voliere zuständig: Im Mai vergab der Zoo den Auftrag dafür an zwei Stahlbauspezialisten aus Slowenien und Italien.