Wo Ospelt anders tickt als Eliasch
Wie der neue FIS-Boss den Skirennsport verändern will

Alexander Ospelt ist neuer FIS-Präsident. Der Liechtensteiner will Finanzen ordnen, Preisgelder erhöhen und den Skirennsport modernisieren. Sein Ziel: Dialog auf Augenhöhe und Solidarität zwischen grossen und kleinen Nationen.
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Er ist der neue Mann an der Spitze der FIS: Alexander Ospelt. Der Liechtensteiner gewinnt die Wahl gegen Johan Eliasch.
Foto: URS BUCHER

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Alexander Ospelt ist neuer FIS-Präsident nach knapper Wahl mit 65 Stimmen
  • Er plant finanzielle Neuausrichtung und höhere Preisgelder
  • Wettkämpfe sollen maximal 75 Minuten dauern, jährliche WM ausser bei Olympia
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Mathias GermannReporter Sport

Alexander Ospelt (58) ist neuer FIS-Präsident. Doch wie denkt er? Vieles von dem, was der Liechtensteiner im Wahlkampf sagte, wiederholt er auch nach seinem Sieg: Gespräche auf Augenhöhe, mehr Transparenz und eine Neuausrichtung der Finanzen. Probleme sieht er keine, nur Herausforderungen. «Aber ich weiss, dass die FIS noch immer gespalten ist», sagt er.

Ospelt gewann die Wahl gegen Johan Eliasch (64) denkbar knapp mit 65 zu 64 Stimmen. Während die grossen Ski-Nationen fast geschlossen für ihn stimmten, stellten sich die kleinen Verbände mehrheitlich gegen ihn.

Das überraschte offenbar auch den Sieger. «Einige versprechen dir vor der Wahl ihre Stimme. Später merkst du, dass sie dem anderen Kandidaten dasselbe gesagt haben», sagt er schmunzelnd. Er will alle einen. Und betont, dass die grossen Nationen Solidarität mit den kleineren zeigen sollen.

«Die Leute wollen Stars sehen»

Ospelt ist kein Revolutionär. Dennoch bringt er konkrete Ideen mit. Zunächst will er die Finanzen ordnen. «Wir müssen die Ausgaben senken und neue Einnahmequellen erschliessen.» Auch höhere Preisgelder für die Athletinnen und Athleten hält er für notwendig. Ob er den früheren FIS-CEO Urs Lehmann zurückholt, lässt er offen. Zuerst will er mit dem Council sprechen, danach mit dem ehemaligen Swiss-Ski-Boss selbst.

Anders als Eliasch treibt Ospelt die Globalisierung des Skirennsports nicht um jeden Preis voran. Einen alpinen Weltcup in Südamerika kann er sich vorstellen. «Aber keine Abfahrt in China. Das ergibt keinen Sinn.» Freestyle-Disziplinen dagegen möchte er in Asien stärken. Dort gebe es starke Athletinnen und Athleten. «Die Leute wollen Stars sehen», sagt Ospelt.

Den Engadiner mit einem Weltcuprennen kombinieren?

Skirennen sollten nach seiner Vorstellung nicht länger als 75 Minuten dauern. Er kann sich auch jährliche Weltmeisterschaften vorstellen – mit Ausnahme von Olympiajahren. Zudem reizt ihn die Idee einer Klassiker-Serie nach dem Vorbild der Vierschanzentournee. Hinzu kommt ein weiterer Vorschlag. Ospelt war Langläufer und hat den Engadiner Skimarathon elfmal beendet. «Wir könnten ihn mit einem Weltcuprennen verbinden. Das wäre für Sponsoren sehr attraktiv.»

Ospelt will den Dialog mit den Ski-Nationen suchen, «und nicht an ihnen vorbeireden», wie er betont. Die Gespräche sollen auf Augenhöhe stattfinden. «Und wenn wir Deutsch sprechen, hoffe ich, dass alle meinen Liechtensteiner Dialekt verstehen», sagt er schmunzelnd.

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