Darum gehts
- Schwedische Langlaufteams trainieren im Südtiroler Val Senales in Italien für die kommende Saison
- Starke Windböen brachten am Montag die leicht besetzte Gondel bei der Talfahrt stark ins Wanken
- Märta Rosenberg sprach von einem Schock, Maja Dahlqvist von ihrem schlimmsten Erlebnis am Gletscher
Teile des schwedischen Frauen- und Männer-Nationalteams im Langlauf bereiten sich derzeit auf dem Schnalstal-Gletscher auf die kommende Saison vor. Diese Woche wurde der Trainingsaufenthalt aber von einem äusserst unschönen Schreckmoment überschattet.
Nach dem Training am Montag trat das Team die Rückfahrt ins Tal an – mit Südtirols höchster Seilbahn, die über 1000 Höhenmeter in die Tiefe führt. Mitten auf der Strecke der Schnalstal-Gletscherbahn peitschten plötzlich heftige Sturmböen gegen die Kabine.
«Völlig traumatisiert»
Bei der Langläuferin Märta Rosenberg (24) sass der Schock tief. «Gleich als wir bergab fuhren, kam eine Windböe. Wir waren ziemlich wenige in der Kabine, dadurch war sie recht leicht. Das könnte der Grund gewesen sein, warum sie so stark schwankte», schilderte sie die Momente der schwedischen Zeitung «Expressen».
Rosenberg habe sich «die Seele aus dem Leib geheult» und sei «völlig traumatisiert». Auch Teamsprint-Weltmeisterin und Olympiasiegerin Maja Dahlqvist (32) spricht über die unliebsame Erfahrung: «Das ist das Schlimmste, was ich je auf einem Gletscher erlebt habe – und ich war schon oft hier.»
Am Ende kommt das Team aber mit dem Schrecken davon. Nach einer holprigen Fahrt gelangte die Kabine zur Talstation. Die weiteren Gondelfahrten im Trainingslager wird die schwedische Equipe wohl mit einem unguten Gefühl antreten.