Es ist vollbracht, Loïc Meillard (29) hat seinen Sölden-Fluch besiegt. Nachdem der Walliser mit Neuenburger Wurzeln auf dem Rettenbach-Gletscher in den vergangenen zehn Jahren nur einmal in die Top-5 gefahren ist, fährt er diesmal als Zweitplatzierter sein erstes «Stockerl» im Ötztal. «Im Gegensatz zu den letzten Jahren stand ich diesmal mit der Gewissheit am Sölden-Start, dass bei mir alles zusammenpasst», hält der Olympiasieger und Weltmeister im Slalom fest.
Im Vorjahr hat der Edeltechniker aufgrund von Rückenproblemen in der Saisonvorbereitung besonders viele Trainingstage verloren. «Damals sind bei Loïc die Beschwerden im Trainingscamp in Neuseeland aufgekommen, weil er nach der langen Reise seinem Körper zu wenig Regenerationszeit gegönnt hat», erinnert sich Trainer Matteo Joris. «Aber Loïc hat aus seinen Fehlern gelernt.
Swiss-Ski-Boss schwärmt vom Olympiasieger
Im vergangenen Sommer ist Loïc zwei Tage früher nach Neuseeland gereist, um sich optimal zu akklimatisieren. Zudem konnte er am vergangenen Wochenende erstmals seit Jahren vor dem Rennen auf dem Renntag trainieren. Das war ein grosser Vorteil», ergänzt Joris.
Swiss-Ski-CEO Walter Reusser gerät aufgrund von Meillards Darbietung regelrecht ins Schwärmen: «Fantastisch, wie fein Loïc gefahren ist!» Am kommenden Donnerstag wird Meillard erneut Grund zum Feiern haben – seinen 30. Geburtstag.