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Um 0,01 Sekunden geschlagen:Odermatt kann bei Meillards Zieldurchfahrt nur lachen

Was ist COLT, EICH und GASI?
Neue TV-Grafik sorgt bei Ski-Fans für Rätsel

Die Ski-Übertragungen sehen seit dem Saisonstart in Sölden frischer aus. Doch das neue TV-Kleid der FIS wirft auch Fragen auf: Warum kriegen die Fans die Namen der Fahrerinnen und Fahrer nur noch als Kürzel serviert?
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Die Rennen in Sölden kommen im neuen TV-Kleid daher: Die Grafiken wirken frischer und moderner.
Foto: Screenshot SRF
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Die Sölden-Rennen sind Geschichte, Loïc Meillard und Marco Odermatt stehen ein erstes Mal auf dem Podest – die FIS lieferte uns das erste Ski-Wochenende der Saison mit einem neuen TV-Kleid in die gute Stube und auf die Handys.

Die Bilder vom Weltcup-Auftakt kommen erstmals mit neuen Grafiken daher. Sprich, die Einblendungen von Fahrern, Zeiten und Ranglisten wurden neu designt. Die Inszenierung im Fernsehen soll frischer und moderner wirken.

Die optische Modernisierung ist gelungen

Blick nimmt die Neuerungen unter die Lupe. Erstes Fazit: Ziel erreicht, die Grafiken sind tatsächlich deutlich moderner geworden. Die TV-Inszenierung sieht nach 2026 aus, nicht mehr nach 2015. Das Problem: Die blauen Schriften werden nun teilweise ohne Hintergrundfarbe direkt aufs TV-Bild eingeblendet. Das ist kein Ding, solange der weisse Schnee im Hintergrund ist. Aber sobald das Bild dunkler wird, ist die Schrift zuweilen schlecht lesbar.

Der Fortschrittsbalken auf der rechten Bildseite, wo mit grün, gelb, orange und rot die Live-Zwischenzeiten angezeigt werden, kommt nun mit klarerer Anzeige der Sektoren daher. Das ist gelungen.

Die FIS opfert Informationen für die Fans

Ziemlich unverständlich ist hingegen, dass die FIS offenbar der frischen Optik wegen den Zuschauenden weniger Infos bietet. Bis anhin wurde der volle Name des aktuellen Führenden auf einer zweiten Zeile eingeblendet. Diesen Service gibts nicht mehr.

Sehr gewöhnungsbedürftig ist zudem, dass die Zwischenrangliste nicht mehr mit den vollen Namen geliefert wird, sondern nur noch mit den ersten vier Anfangsbuchstaben abgekürzt. Als zum Beispiel Camille Rast ins Ziel kommt, ist sie hinter MOLT, COLT, AICH und ZENE Fünfte. Hä? Das ist maximal ungewohnt, zumal es nur kurz eingeblendet wird.

Das Vorbild für die neuen Abkürzungen dürfte zum Beispiel die Grafik aus der Formel 1 sein. Doch dort drehen das ganze Jahr über die immer selben 22 Fahrer ihre Runden, und die Rangliste ist in allen Sessions durchgehend zu sehen.

Allein in Sölden standen 67 Frauen und 69 Männer am Start – da kommen im Laufe des Winters noch zig Slalom- und Speed-Spezialisten dazu. Klar, die Namen der Spitzenleute wird man über den Winter bald mal intus haben.

Weitere TV-Neuerungen kommen erst noch

Aber die Zuschauenden sind gefordert. GASI steht jetzt für Maryna Gasienica-Daniel aus Polen. Sicher ein suboptimaler Weg, mit den Namensrätseln auch Laien und damit neue Fangruppen für den Sport zu begeistern. Nicht zuletzt für die neuen Märkte werden die Infos weiterhin in englisch angezeigt. Das ist okay. Die Einblendungen der Zusatzinfos sind teilweise allerdings arg kurz. Wer genau studieren will, wie viele Rennen zum Beispiel Marco Schwarz schon in den Top 20 beendet hat, muss sich sputen.

Das Fazit: Um bei der Inszenierung am TV richtig zu punkten, muss noch mehr kommen. Und das soll im Laufe des Winters vor allem bei den Abfahrten passieren. Neben Infos wie Sprungweite, Flugzeit und Beschleunigung sollen auch die G-Kräfte eingeblendet werden. Ganz zu schweigen von der Zukunftsmusik mit Kameras in den Brillen und Mikrofons am Helm.

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