Franjo von Allmens heldenhaftes Triple von drei Olympia-Goldmedaillen in Ehren – die globale Wahnsinns-Story schrieb bei den Spielen in Mailand/Cortina eine andere. Die Amerikanerin Alysa Liu (21) holte mit dem Team und im Einzel zweimal Gold und sorgte für ein sagenhaftes Sportmärchen – denn das einstige Supertalent hatte mit erst 16 Jahren eigentlich mit dem Eiskunstlaufen aufgehört.
Nach ihrer Rückkehr wird sie zunächst Weltmeisterin, dann folgt Olympia-Gold. Ihre Mailänder Auftritte sind Hühnerhaut pur. Millionen weltweit sehen ihre Gold-Kür im Einzel, Liu zieht sie alle in den Bann. Ihr Sieg ist einer der ganz grossen Momente in der Geschichte der Winterspiele.
Liu bestreitet diese Saison keine Wettkämpfe
Jetzt kommt Liu erstmals in die Schweiz. Die Eiskunstlauf-Show Art on Ice (4. bis 13. Februar in Freiburg, Davos und Zürich) landet mit der Verpflichtung der Eiskunstlauf-Ikone einen Coup. Denn der amerikanische Superstar läuft diesen Winter ansonsten gar nicht vor Publikum. Nach dem Olympia-Wahnsinn legt Liu diese Saison eine Wettkampfpause ein. Sie trainiert aber weiterhin – und wird nun die Schweiz mit Showauftritten verzaubern.
Via Art on Ice lässt Liu verlauten: «Ich freue mich riesig darauf, für euch aufzutreten und gemeinsam mit all den anderen grossartigen Künstlerinnen und Künstlern die Magie von Art on Ice zu erleben.»
Liu ist seit Olympia 2026 viel mehr als eine Eiskunstläuferin. Ihre Follower-Anzahl auf Instagram schnellt während der Spiele von rund 200’000 auf unfassbare 8 Millionen. Liu wird nach dem Doppel-Gold zur globalen Sport- und Popkultur-Ikone, vor allem in den USA und in halb Asien ist sie eine Riesennummer.
Sie läuft nur noch zum Spass – und ist besser denn je
Sie verkehrt auf roten Teppichen, tritt als Model auf, wirbt für Weltmarken, fasziniert mit ihrer Geschichte weltweit und weit über den Sport hinaus. Ihr Vater flüchtete nach dem niedergeschlagenen Demokratieaufstand 1989 aus China in die USA. Liu entpuppt sich als frühreife Eisprinzessin, wird mit erst 13 Jahren schon US-Landesmeisterin, fährt 2022 ausgerechnet nach China zu ihren ersten Winterspielen. Dann der Rücktritt. Zu viel Druck, zu wenig Spass, der Spitzensport löschte ihr ab.
Zurückgekehrt ist Liu als neuer Mensch: Dass die Höhen und Tiefen des Sports wie in jungen Jahren ihr ganzes Wohlbefinden bestimmen, lässt sie nicht mehr zu. Medaillen sind nicht mehr das ultimative Ziel. Kein Druck mehr von Trainerinnen, vom Verband oder von Medien. Seither schwebt sie noch unwiderstehlicher übers Eis.
Nun auch erstmals über Schweizer Eis.