Darum gehts
- Kimmy Repond zog sich nach Olympia eine Hüftzerrung zu.
- Zuvor hatte sie vor den Spielen eine Fussentzündung knapp überwunden.
- Nach Monaten Aufbau startet sie nun schmerzfrei in Budapest.
Kimmy Repond (19) ist die derzeit erfolgreichste Schweizer Eiskunstläuferin. Zu ihren Erfolgen gehört unter anderem die Bronzemedaille an der EM 2023 in Finnland und der fünfte Platz an der WM 2024 in Kanada. Dieses Jahr vertrat sie die Schweiz an den Olympischen Winterspielen in Mailand und belegte dort den 23. Platz.
Bekannt war, dass sie schon länger mit einer schweren Fussentzündung zu kämpfen hatte. Diese war ursprünglich durch neue Schlittschuhe ausgelöst worden. Eine Operation war schon geplant, wurde jedoch abgesagt, da eine Alternativmethode anschlug. So konnte sie in Mailand an den Winterspielen an den Start gehen.
Nach dem Fuss dann auch die Hüfte
Doch nun enthüllt sie über Instagram weitere Details zu den letzten Monaten nach Olympia. Neben den Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaften in Prag im März, war sie auch Teil der Show Art on Ice gewesen. Dies war körperlich zu viel, wie sie nun schreibt: «Am Tag nach dem Ende der Tour sprang ich im Training einen 3-fachen Lutz, wobei ich mir einen Muskel an der Hüfte komplett zerrte.»
Was folgte, war eine gesundheitliche Odyssee. Sie ging zu vielen verschiedenen Ärzten, wobei die Diagnose zuerst unklar gewesen ist. Nach ein paar Tagen konnte sie sogar nicht mehr laufen, schreibt Repond weiter auf Instagram. Alltagstätigkeiten wie Treppensteigen wurden sehr schmerzhaft.
Gezwungene Eis-Auszeit
«Ich habe es nicht vielen Leuten erzählt, weil ich immer diesen Druck verspürt habe, meine Genesung zu beschleunigen, da ich so schnell wie möglich wieder zurück sein wollte.» erklärt sie weiter. Es führte jedoch nichts herum: Sie musste sich die Zeit nehmen, um die Verletzung vollumfänglich ausheilen zu lassen.
Schlussendlich war sie fast ein halbes Jahr weg vom Eiskunstlauf. Sie trainierte ihre Schwester, reiste viel. Was dann begann, waren Monate des Aufbaus. Im Juli konnte sie langsam wieder anfangen zu springen. Ende August dann landete sie ihren ersten 3-fachen Axel wieder. «Ich war sooo glücklich», schreibt sie.
Comeback steht an
Nun im Oktober sei sie vollständig ausgeheilt und wieder ohne Schmerzen beim Springen. Nächste Woche tritt sie ihren ersten Wettkampf an. Und das nach nur drei Wochen nachdem sie das Training wieder vollumfänglich aufgenommen hat. Doch sie blickt dem Wettkampf positiv entgegen: «Ich bin so stolz, meinen Weg zurück gekämpft zu haben, und bin so begeistert wieder anzutreten. Wir sehen uns in Budapest.»