Schwaller-Team vollendet Curling-Märchen
Schweizer Debütantinnen holen sensationell WM-Gold!

Erstmals in der Curling-Geschichte holt ein Team mit lauter Debütantinnen den WM-Titel. Die Schweizerinnen um Skip Xenia Schwaller holen mit einem 7:5 gegen Gastgeber Kanada sensationell Gold.
Kommentieren
1/5
Xenia Schwaller: Der grandiose Lauf an der WM endet mit dem WM-Titel.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Curling-Team besiegt Kanada 7:5 im WM-Final in Calgary
  • Noch nie gab es WM-Gold für ein Team aus lauter Debütantinnen
  • Schwaller-Team sichert Schweiz dritte Curling-Medaille dieses Winters
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_1046.JPG
Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Das Curling-Märchen an der WM in Kanada ist vollendet! Die Schweiz holt tatsächlich den WM-Titel – bei ihrer allerersten Teilnahme an einem grossen Turnier spielen sich Skip Xenia Schwaller (23), Selina Gafner (22), Fabienne Rieder (23) und Selina Rychiger (22) diese Woche in Calgary richtiggehend in einen Rausch. Einen Rausch, der nun nach 13 Siegen in Folge in einem beispiellosen Kapitel der Curling-Geschichte gipfelt. Noch nie gab es WM-Gold für ein Team aus lauter Debütantinnen.

7:5 gegen Kanada! Die Jubelschreie der vier Curling-Heldinnen auf dem Eis nach dem letzten Stein sind grenzenlos, die Augen voller Freudentränen. Schwaller sagt im ersten Interview: «Ich kann es noch nicht glauben. Es war eine sehr solide Woche. Wir sind einfach sehr stolz und sehr glücklich!»

Ein unfassbarer Lauf in dieser WM-Woche

Ins Turnier gestartet sind die Zürcherin Schwaller und ihre drei Berner Teamkolleginnen als WM-Neulinge – jetzt sind sie Weltmeisterinnen. Was für ein unfassbarer Coup der Curlerinnen, die sonst für die Zürcher Grasshoppers spielen. Niemand kann in Calgary das jüngste Schweizer Team der WM-Geschichte stoppen. Auch nicht Gastgeber Kanada im Final. Skip Kerri Einarson (38) hatte in ihrer Karriere schon zweimal WM-Bronze gewonnen, jetzt muss sie mit Silber vorliebnehmen. 

Dieser WM-Titel ist schlicht eine Sensation. Auch wenn die Schwaller-Equipe 2024 bereits die Junioren-WM gewann und ihr Weltklassepotenzial auch bereits an hochklassigen Grand-Slam-Turnieren in Kanada unter Beweis stellte – konstant und nervenstark ein grosses Turnier auf hohem Niveau durchzuspielen, gelingt selbst arrivierten Teams längst nicht immer. 

Die Sensation beginnt mit dem SM-Sieg gegen Tirinzoni

Das Schweizer Quartett übersteht im Final auch das heikle 7. End, als Kanada einen Stein stiehlt. Die Schweizer Antwort direkt danach im 8. End? Ein Zweierhaus und die erneute Führung. 

Die Curling-Sensation beginnt bereits an der SM in Bern. Dort besiegt Schwaller im Final die Serien-Weltmeisterinnen um Skip Silvana Tirinzoni, holt sich so das WM-Ticket. Jetzt ist Schwaller, die Tochter von Andreas Schwaller und Cousine von Yannick Schwaller, beide Olympia-Bronzegewinner, selber Weltmeisterin. 

Das Schweizer Frauen-Curling schafft damit in diesem Winter ein denkwürdiges Kunststück. Drei verschiedene Teams starten bei den grossen Events und alle holen Medaillen. Bei Olympia gewinnt die Equipe von Silvana Tirinzoni Silber. An der EM gibts Bronze für Corrie Hürlimann und nun an der WM durch Schwaller gar Gold. Wow. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen