Neue Gesichter nach Rochaden
Curling-Topteams komplettieren ihre Equipen mit Talenten

Nach dem Rücktritt von Curling-Legende Silvana Tirinzoni heisst ihre Ex-Equipe Team Pätz und setzt auf zwei neue Spielerinnen. Auch die EM-Dritten um Corrie Hürlimann haben ihre Lücke im Team wieder gefüllt.
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Neustart ohne die zurückgetretene Silvana Tirinzoni (l.): Alina Pätz wird nun Skip ihres eigenen Teams.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Drei Curling-Topteams starten nach Personalrochaden in den neuen Olympia-Zyklus
  • Zwei bisherige Juniorinnen, 21 und 20 Jahre alt, verstärken die Teams
  • Team Pätz engagiert Renée Frigo, Team Hürlimann setzt auf Isabel Einspieler
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Der Sturm im Schweizer Frauen-Curling war kurz, aber heftig. Jetzt sind zum Start des neuen Vierjahreszyklus bis zu den Winterspielen 2030 die drei Topteams alle wieder komplett. Die drei Topteams? Letzten Winter kam es zur denkwürdigen Konstellation, dass die Schweiz an den grossen internationalen Turnieren von drei verschiedenen Equipen vertreten wurde und sie allesamt Edelmetall einsackten. 

Die Zugerinnen um Skip Corrie Hürlimann (28) holten EM-Bronze, die mittlerweile zurückgetretene Zürcherin Silvana Tirinzoni (46) und ihr Team schafften es zu Olympia-Silber und die GC-Formation von Skip Xenia Schwaller (23) schnappte sich gar sensationell den WM-Titel. 

Olympia-Silber-Equipe heisst jetzt Team Pätz

Schwallers Gold-Team blieb nun in der Sommerpause als einziges Team von Personalrochaden verschont. Die Zürcherin spielt weiterhin mit dem Berner Trio Selina Gafner (22), Fabienne Rieder (23) und Selina Rychiger (22) zusammen. Die Weltmeisterinnen träumen gemeinsam den Olympia-Traum.

Das wollte eigentlich auch Hürlimann mit dem bestehenden Quartett. Doch dann sprang Stefanie Berset (29) trotz Treueschwur ab. Berset war bereits bei mehreren grossen Turnieren inklusive Olympia «ausgeliehene» Ersatzspielerin beim Tirinzoni-Team – nun wechselte die Bernerin fix zu den verbleibenden Olympia-Heldinnen, bei denen nur Alina Pätz (36) und Selina Witschonke (27) weitermachen. 

Zwei Aufsteigerinnen aus dem Juniorinnen-Bereich

Die Silber-Equipe heisst neu Team Pätz. Neuer Skip ist logischerweise die Zürcher Weltklasse-Spielerin, die nun jüngst in Cortina mit einer Olympia-Medaille die letzte Lücke im Palmarès gefüllt hat. Und die es nun mit einer neuen Formation nochmals wissen will. Die ist mittlerweile komplett: Nach Berset stösst auch Talent Renée Frigo (21) als neue Spielerin dazu. 

Die Bündnerin spielte zuletzt fürs Juniorinnen-Team um Skip Elodie Jerger, doch diese verzichtet nach dem Nachwuchs-SM-Titel 2025 und der Junioren-WM-Teilnahme 2026 auf den weiteren Weg im Spitzensport und löste das Team auf. 

Nun ist Frigo eines von zwei frischen Gesichtern in den drei Topteams. Denn auch Hürlimann wurde bei der unverhofften Suche nach einem Berset-Ersatz bei den Juniorinnen fündig. Die St. Gallerin Isabel Einspieler (20) war 2025 Teil des Schweizer Teams an der Juniorinnen-WM. Jetzt taucht auch sie wie Frigo erstmals auf internationaler Aktivstufe auf.

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