Darum gehts
- Die WTA-Finals starten am Sonntag neu in Indian Wells statt in Riad wegen der Sicherheitslage
- Acht Spielerinnen treten in zwei Vierergruppen an, die je zwei Besten erreichen die Halbfinals
- Rybakina reist als uneinholbare Nummer 1 an, perfektes Turnier bringt knapp 3,4 Millionen Dollar
Nach zuletzt zwei Ausgaben in saudischen Hallen schlagen die acht besten Tennisspielerinnen des Jahres zum Saisonfinale wieder unter freiem Himmel auf. Geplant wars nicht, notwendig dafür umso mehr. Denn eigentlich wäre Riad zum dritten Mal hintereinander Gastgeber gewesen, doch die Sicherheitslage machte nicht nur dem Tennis einen Strich durch die Rechnung.
Und so schlägt die Weltelite um Rybakina und Sabalenka im auch im November noch sonnig warmen Indian Wells auf. Die Anlage in der Wüste Kaliforniens kennen die Spielerinnen wegen des 1000er-Turniers, das fester Bestandteil der Tour ist, ohnehin bestens.
Je zwei Halbfinaltickets pro Gruppe
Dennoch ist das Ambiente natürlich ein eigenes. Schliesslich spielt hier nur, wer über das ganze Jahr über Top-Leistungen liefert. Eine Qualifikation wie üblich gibts nicht. Passend dazu ist auch der Modus ein eigener. In zwei Vierergruppen spielt jede gegen jede und sammelt dabei Punkte (drei pro Sieg). Wer nach drei Gruppenspielen den höchsten Kontostand aufweist, kommt in den Halbfinal. Bei Gleichstand zweier Spielerinnen entscheidet das Direktduell, bei drei die Anzahl Spiele (je mehr, desto besser) sowie die Gewinnquote der Sets und Games.
| Gruppe 1 | Gruppe 2 |
|---|---|
| Elena Rybakina (WTA 1) | Aryna Sabalenka (2) |
| Coco Gauff (4) | Mirra Andreeva (3) |
| Jessica Pegula (5) | Elina Svitolina (6) |
| Linda Noskova (8) | Karolina Muchova (7) |
Das diesjährige Teilnehmerinnenfeld besteht aus fünf altbekannten Gesichtern und drei Debütantinnen. Karolina Muchova, Linda Noskova und Mirra Andrejewa glückte erstmals der Sprung ans Saisonendturnier. Letztere feierte mit dem Gewinn der French Open Anfang Juni den bislang grössten Erfolg ihrer Karriere.
Auf der anderen Seite glänzt Iga Swiatek als grosse Abwesende. Der Polin fehlten nur 155 Punkte zum Ticket. Auch Belinda Bencic verpasst das Turnier als aktuelle Nummer 19 und mit 2175 Punkten Rückstand hingegen deutlich.
Rennen um Tenniskrone schon entschieden
Was bei den Männern durch Zverevs Premiere als Weltnummer 1 klar wurde, steht auch in der Rangliste der Frauen schon fest: An den Finals kommts zu keinem Thronsturz. Elena Rybakina geht mit einem Vorsprung von 1614 Punkten nach Indian Wells und ist damit uneinholbar für ihre Konkurrenz.
Denn das Punktemaximum bei einem perfekten Turnier beträgt 1500 Zähler. Auf den Rängen dahinter könnte es hingegen zu diversen Verschiebungen auf den letzten Drücker kommen. Denn alle Spielerinnen zwischen Rang 8 und Rang 2 liegen innert 2142 Punkten.
- Elena Rybakina (Kasachstan): 8099 Punkte
- Aryna Sabalenka (Weissrussland): 6485 Punkte
- Mirra Andreeva (Russland): 6306 Punkte
- Coco Gauff (USA): 5763 Punkte
- Jessica Pegula (USA): 5760 Punkte
- Elina Svitolina (Ukraine): 5121 Punkte
- Karolina Muchova (Tschechien): 4665 Punkte
- Linda Noskova (Tschechien): 4343 Punkte
Nebst Punkten darf natürlich auch das Preisgeld nicht fehlen. Und dieses sollte auch für die Weihnachtseinkäufe von Millionärinnen reichen. Bei einem perfekten Turnier gibts einen Scheck über knapp 3,4 Millionen Dollar. Und selbst wer sang- und klanglos untergeht, nimmt eine Antrittsgage von 220'000 Dollar mit. Die als Alternates ans Turnier gereisten Ersatzspielerinnen erhalten selbst ohne Einsatz 100'000 Dollar.
| Stufe | Punkte | Preisgeld in US-Dollar |
|---|---|---|
| Final-Sieg | 500 | 1'640'000 |
| Halbfinal-Sieg | 400 | 820'000 |
| Pro Sieg in Gruppenphase | 200 | 230'000 |
Zu sehen ist das Turnier in der Schweiz übrigens nur im Pay-TV. Sky Sport hält die exklusiven Rechte und zeigt alle Spiele.