Im Tennis-Olymp angekommen
Zverev neue Nummer 1: Diese Rekorde halten seine Vorgänger

Während die Tennis-Schweiz noch wegen Wawrinkas Dernière die Tränen trocknet, kommen unsere Nachbarn aus dem Jubeln nicht mehr heraus. Denn seit heute ist klar: Alexander Zverev wird am Montag die 30. Weltnummer 1. Ein Blick auf (bisherige) Rekorde dieser besonderen Spieler.
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Alexander Zverev gewann diese Saison zwei Grand-Slam-Titel.
Foto: imago/Xinhua

Darum gehts

  • Alexander Zverev wird am Montag die 30. Weltnummer 1 und beendet 35 Jahre deutsche Wartezeit
  • Zverev beendet als erster Deutscher das Jahr als ATP-Leader und ist älteste neue Nummer 1 der Tour
  • Federer hält mit 237 Wochen die längste Nummer-1-Serie, Djokovic total 428 Wochen an der Spitze
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Alexander HornsteinSEO-Redaktor

Was lange währt, wird endlich gut. Wenn jemand die Bedeutung dieses Sprichworts selbst erfahren musste, dann wohl Alexander Zverev. Der Deutsche ist nach einer bewegten Karriere und Jahren als ewiger Zweiter unterdessen nicht nur doppelter Grand-Slam-Sieger, sondern darf sich ab kommendem Montag auch Weltnummer 1 nennen. Für Deutschland endet damit eine 35 Jahre lange Durststrecke. Zverevs Vorgänger Boris Becker war 1991 während zwölf Wochen bester Spieler der Welt.

Alle ATP-Weltnummer 1
  1. Ilie Năstase (1973 erstmals Weltnummer 1, Rumänien)
  2. John Newcombe (1974, Australien)
  3. Jimmy Connors (1974, USA)
  4. Björn Borg (1977, Schweden)
  5. John McEnroe (1980, USA)
  6. Ivan Lendl (1983, CSSR)
  7. Mats Wilander (1988, Schweden)
  8. Stefan Edberg (1990, Schweden)
  9. Boris Becker (1991, Deutschland)
  10. Jim Courier (1992, USA)
  11. Pete Sampras (1993, USA)
  12. Andre Agassi (1995, USA)
  13. Thomas Muster (1996, Österreich)
  14. Marcelo Ríos (1998, Chile)
  15. Carlos Moyá (1999, Spanien)
  16. Jewgeni Kafelnikow (1999, Russland)
  17. Patrick Rafter (1999, Australien)
  18. Marat Safin (2000, Russland)
  19. Gustavo Kuerten (2000, Brasilien)
  20. Lleyton Hewitt (2001, Australien)
  21. Juan Carlos Ferrero (2003, Spanien)
  22. Andy Roddick (2003, USA)
  23. Roger Federer (2004, Schweiz)
  24. Rafael Nadal (2008, Spanien)
  25. Novak Djoković (2011, Serbien)
  26. Andy Murray (2016, Grossbritannien)
  27. Daniil Medwedew (2022, Russland)
  28. Carlos Alcaraz (2022, Spanien)
  29. Jannik Sinner (2024, Italien)
  30. Alexander Zverev (2026, Deutschland)
  1. Ilie Năstase (1973 erstmals Weltnummer 1, Rumänien)
  2. John Newcombe (1974, Australien)
  3. Jimmy Connors (1974, USA)
  4. Björn Borg (1977, Schweden)
  5. John McEnroe (1980, USA)
  6. Ivan Lendl (1983, CSSR)
  7. Mats Wilander (1988, Schweden)
  8. Stefan Edberg (1990, Schweden)
  9. Boris Becker (1991, Deutschland)
  10. Jim Courier (1992, USA)
  11. Pete Sampras (1993, USA)
  12. Andre Agassi (1995, USA)
  13. Thomas Muster (1996, Österreich)
  14. Marcelo Ríos (1998, Chile)
  15. Carlos Moyá (1999, Spanien)
  16. Jewgeni Kafelnikow (1999, Russland)
  17. Patrick Rafter (1999, Australien)
  18. Marat Safin (2000, Russland)
  19. Gustavo Kuerten (2000, Brasilien)
  20. Lleyton Hewitt (2001, Australien)
  21. Juan Carlos Ferrero (2003, Spanien)
  22. Andy Roddick (2003, USA)
  23. Roger Federer (2004, Schweiz)
  24. Rafael Nadal (2008, Spanien)
  25. Novak Djoković (2011, Serbien)
  26. Andy Murray (2016, Grossbritannien)
  27. Daniil Medwedew (2022, Russland)
  28. Carlos Alcaraz (2022, Spanien)
  29. Jannik Sinner (2024, Italien)
  30. Alexander Zverev (2026, Deutschland)

Was vor Zverev hingegen keinem Deutschen glückte: Der 29-Jährige wird das Jahr auf dem ATP-Leaderthron beenden, bevor im Januar in Australien die neue Tennissaison eröffnet wird und sich bei den Australian Open die Chance auf den Grand-Slam-Hattrick bietet. Davor wird er zum Spieler, der älter war als alle anderen bei ihrer Premiere als Weltnummer 1. Welche weiteren Rekorde Zverev künftig aufstellt, steht noch in den Sternen. An einige Bestmarken anderer Tennis-Könige wird er allerdings kaum herankommen.

Meiste Spieler als Weltnummer 1: USA sechsfach vertreten

Bis heute standen 15 Nationen an der Spitze der Weltrangliste, mit Zverev kommt wegen Boris Becker keine neue hinzu. Allerdings erhöht sich die Anzahl deutscher Titelträger auf zwei, womit man etwa die Schweiz hinter sich lässt. Bis zum Spitzenplatz dürfte es jedoch noch Jahrzehnte dauern, denn aus den USA setzten sich bereits sechs Spieler die Krone auf: Jimmy Connors, John McEnroe, Jim Courier, Pete Sampras, Andre Agassi und Andy Roddick.

Meiste Nummer 1 am Jahresende: Djokovic mit beeindruckender Quote

Seit 1973 gibts das ATP-Ranking und folglich die Jahresendnummer 1. Und doch steht der Spieler mit den meisten Auszeichnungen nach wie vor auf dem Court. Diese Woche in Basel, um genau zu sein. Novak Djokovic ist seit exakt 20 Jahren auf der Tour und beendete acht Jahre als bester Tennisspieler der Welt. In 40 Prozent seiner Saisons war er also Klassenbester.

Meiste Wochen in Serie: Roger Federers Rekord für die Ewigkeit?

Natürlich darf auch King Roger in einer solchen Liste nicht fehlen. Der Basler hält bis heute den Rekord für die längste Serie als Weltnummer 1. Am 2. Februar 2004 erklomm er erstmals den Leaderthron und verteidigte ihn in der Folge während sage und schreibe 237 Wochen. Erst am 18. August 2008 musste er den Stab an Rafael Nadal weiterreichen. Würde Zverev Federers Marke egalisieren, würde er erst am 19. Mai 2031 abgelöst.

Meiste Wochen insgesamt: Djokovic überstrahlt sie alle

Er ist der letzte Verbliebene der «Big Three» und knackte 2025 in Genf die Marke von 100 Turniersiegen: Novak Djokovic ist der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten. Passend dazu kommt auch niemand auch nur in die Nähe seiner Anzahl Wochen als Nummer 1 der Welt. Total 428 Kalenderwochen, das sind acht Jahre und zwölf Wochen. Aktuell zwar nur auf Rang 12 gelistet, ist ihm sein Platz in den Geschichtsbüchern längst sicher.

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